Ski nordisch: Langlauf-Weltcup Oslo
42jähriger Kirvesniemi gewann 50km von Holmenkollen
publiziert: Samstag, 11. Mrz 2000 / 18:45 Uhr

Holmenkollen (No) - Im Alter von 42 Jahren hat Harri Kirvesniemi ein weiteres Kapitel in seiner langen Langlauf-Karriere geschrieben. Der Finne gewann den traditionsreichen, in der klassischen Technik ausgetragenen 50-km-Marathon am Holmenkollen in Oslo vor Michail Iwanow (Russ) und Michail Botwinow (Ö). Bei den Frauen hiess die Siegerin über 30 km Olga Danilowa (Russ).

Si. Das Volksfest in der Nordmarka mit Zehntausenden von Zuschauern entlang der Strecke wurde für den einzigen Schweizer zum Leidensweg. Reto Burgermeister verzeichnete zwar einen ansprechenden Start und vermochte dem 30 Sekunden nach ihm gestarteten Iwanow während rund 10 km zu folgen.
Doch nach 30 km begannen die Kräfte des Zürcher Oberländers zu schwinden. Auf den letzten 10 km kam Burgermeister kaum mehr vom Fleck. Die Szene 2 km vor dem Ziel war eindrücklich: Burgermeister wurde sich gewahr dass der Kirvesniemi-Express des elf Minuten nach ihm ins Rennen gegangenen Finnen nahte. Der Schweizer trat sofort zur Seite und machte dem 17 Jahre älteren Finnen Platz.

Spezialist der klassischen Technik
Nach am Donnerstag hatte sich Kirvesniemi bei einem Treffen der Athleten und Trainer lautstark gegen beinahe alle Neuerungen gewehrt, die dem Langlauf zu neuer Attraktivität verhelfen sollen. Zwei Tage später stellte der Finne unter Beweis, dass er einer der besten Techniker im Diagonalstil ist. Beim sechsten Weltcup-Erfolg seiner Laufbahn -- der letzte geht auf Nove Mesto (Tsch) vor fünf Jahren zurück -- lag Kirvesniemi von Anfang an voraus und gestand seinen Gegner erst am Schluss einige Sekunden zu.
Nach Siegen bei Olympia oder Weltmeisterschaften sei ein erster Platz am Holmenkollen der wertvollste Sieg, den ein Athlet erzielen könne, meinte Kirvesniemi. Seit zwei Monaten verfügt der 15-km- Weltmeister von 1989 über eine ausgezeichnete Form, die er darauf zurückführt, dass er sich seine Einsätze gezielt aussuchte und die Pausen dazwischen zum Training nutzte. Kirvesniemis Leistung wird durch die Tatsache unterstrichen, dass er den schnellsten 50-km- Lauf gewann, der in der klassischen Technik ausgetragen wurde. Der Finne senkte die frühere Bestmarke um nicht weniger als viereinhalb Minuten.
Im Rücken Kirvesniemis erzielte Johann Mühlegg als 5. ein Ergebnis, das seinem Weltcup-Gesamtsieg gerecht wird. Für den für Spanien startenden Deutschen hatte sich schon am Freitag heraus gestellt, dass ihm die Führung nicht mehr streitig gemacht werden konnte, nachdem sein einzig verbliebener Gegner, Jari Isometsä (Fi), seinen Startverzicht bekannt gegeben hatte.

Entscheidung bei den Frauen noch ausstehend
Bei den Frauen ist die Entscheidung im Gesamt-Weltcup erneut vertagt worden. Nach ihrem 5. Rang im Rennen über 30 km musste Kristina Smigun (Est) mit einem Total von 1085 Punkten Bente Martinsen (No, 4.) bis auf 41 und Larissa Lasutina (Russ, 2.) bis auf 77 Punkte aufrücken lassen. Über den Gesamtsieg werden nun die beiden Wettkämpfe des Verfolgungsstartrennens vom Wochenende in Santa Caterina (It) entscheiden, die beide in die Wertung kommen.
Zu Beginn des Rennens am Holmenkollen hatte sich die Ausgangslage für Lasutina günstiger präsentiert. Die Russin wies nach 10 km eine halbe Minute Vorsprung auf die nächsten Gegnerinnen auf. Ihr zu hoher Rhythmus und die in den Abfahrten etwas langsam Ski führten dazu, dass Lasutina auf den 2. Rang zurückfiel und diesen nur um eine halbe Sekunde gegen Kaisa Varis zu verteidigen vermochte.
Siegerin wurde so Olga Danilowa. Die 15-km-Olympiasiegerin von Nagano kam zum erst vierten Weltcup-Erfolg ihrer Laufbahn, aber sie bescherte Russland ein Jubiläum. In dem seit 1981/82 offiziell ausgetragenen Weltcup erzielte Danilowa den 100. Sieg einer Langläuferin aus der früheren Sowjetunion und nun Russland.

(ba/sda)

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