Drittes WM-Gold für Pärson - Styger Vierte
publiziert: Sonntag, 11. Feb 2007 / 13:59 Uhr / aktualisiert: Sonntag, 11. Feb 2007 / 15:45 Uhr

Ski alpin - Anja Pärson Superstar! Die Schwedin gewann an der WM in Are nach dem Super-G und der Super-Kombination auch die Abfahrt. Nadia Styger und Dominique Gisin fuhren als Vierte und Fünfte um eine halbe Sekunde am Podest vorbei.

Anja Pärson gewinnt ihren dritten Titel. (Archivbild)
Anja Pärson gewinnt ihren dritten Titel. (Archivbild)
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Die Ausgangslage war klar: Ganz oben in der Skala der Favoritinnen wurde Anja Pärson, die Amerikanerinnen Lindsey Kildow und Julia Mancuso sowie die Österreicherin Renate Götschl als erste Herausforderinnen geführt. Derweil Kildow der Schwedin in der Tat am nächsten kam und trotz eines Fehlers im obersten Streckenteil wie im Super-G Zweite wurde, blieben ihre Teamkollegin und die Steirerin mit Rückständen von über einer Sekunde deutlich hinter den (eigenen) Erwartungen zurück. Götschl, welche die letzten drei Weltcup-Abfahrten vor der WM für sich entschieden hatte, blieb nur Rang 7, Mancuso wurde Zehnte.

Für Götschl sprang Nicole Hosp in die Bresche. Die Tirolerin, die in den Weltcup-Abfahrten noch nie aufs Podest gefahren ist und das Bestergebnis mit Rang 4 am Ende der letzten Saison ebenfalls in Are realisiert hatte, wurde Dritte und damit für das Pech in den ersten zwei Rennen dieser WM entschädigt. Im Super-G hatten ihr als Vierter sechs Hundertstel zu Platz 3 gefehlt, in der Kombination vergab sie mit einem Ausrutscher im Slalom eine mögliche Medaille.

Undankbarer vierter Platz

Mit Renate Götschl und Julia Mancuso zwei Mitfavoritinnen hinter sich gelassen und doch keine Medaille: Nadia Styger und Dominique Gisin wurden für starke Leistungen schlecht belohnt. «Vierte zu werden bei einer WM tut schon weh. Der Ärger hält sich aber in Grenzen, denn der Rückstand auf Platz drei ist ja schon ziemlich gross», sagte Nadia Styger.

Weniger zufrieden war trotz ihres überzeugenden Auftritts die WM-Debütantin Dominique Gisin. «Es ist nicht so gelaufen, wie ich mir das vorgestellt habe. Ich habe zu viele Fehler gemacht», resümierte die ehrgeizige Aufsteigerin der Saison. Fränzi Aufdenblatten muss nach Rang 14 weiterhin auf ihr erstes Top-Ten-Ergebnis warten. Sylviane Berthod (22.) kam wie schon in den Trainings mit der Piste nicht zurecht.

Herzenswunsch

Anja Pärson machte sich mit ihrem neuerlichen Erfolg nicht nur zur ersten Fahrerin mit WM-Titeln in allen fünf Disziplinen. Sie erfüllte sich auch den seit vielen Jahren gehegten Herzenswunsch.

«Abfahrtsweltmeisterin zu werden war das grosse Ziel von mir, seit Are den Zuschlag für diese Weltmeisterschaften erhalten hatte. Diese Goldmedaille ist auch deshalb etwas ganz Spezielles für mich, weil bei uns zu Hause in Tärnaby ein Training in den Speed-Disziplinen nicht möglich ist. Ich wollte zeigen, dass aus unserem Dorf nicht nur gute Slalom-Fahrer kommen», erzählte die 25-Jährige.

Überzeugend aus der Favoritenrolle

Mit den überlegenen Bestzeiten im zweiten Training und in der Abfahrt der Super-Kombination hatte sich Anja Pärson mit Nachdruck in die Position der Favoritin gefahren. Und diese Rolle spielte die Schwedin abermals auf überzeugende Weise.

Mit den drei Goldmedaillen in Are tat es Anja Pärson ihrer pausierenden Rivalin Janica Kostelic gleich. Die Kroatin hatte vor zwei Jahren in Santa Caterina ebenfalls drei WM-Titel (Abfahrt, Slalom, Kombination) gewonnen. Die zuvor Letzte, der das gelang, war Erika Hess. Die Nidwaldnerin triumphierte 1982 in Haus/Schladming in Riesenslalom, Slalom und Kombination.

Resultate:
1. Anja Pärson (Sd) 1:26,89. 2. Lindsey Kildow (USA) 0,40 zurück. 3. Nicole Hosp (Ö) 0,48. 4. Nadia Styger (Sz) 0,93. 5. Dominique Gisin (Sz) 0,99. 6. Nike Bent (Sd) 1,04. 7. Renate Götschl (Ö) 1,05. 8. Ingrid Jacquemod (Fr) 1,06. 9. Maria Riesch (De) 1,09. 10. Julia Mancuso (USA) 1,20. Ferner: 14. Fränzi Aufdenblatten (Sz) 1,50. 22. Sylviane Berthod (Sz) 2,12.

(fest/Si)

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