Goldene Prophezeihungen: Schweizer Team hat Probleme
publiziert: Mittwoch, 11. Feb 2009 / 07:13 Uhr / aktualisiert: Mittwoch, 11. Feb 2009 / 11:20 Uhr

Selbst wenn sie nicht dabei ist, dreht sich alles um Lara Gut. Wegen ihrer Magenprobleme muss die zweifache WM-Zweite auf den Teamwettkampf verzichten. Damit kompromittiert sie ihre eigene Prognose: «Wir können Gold gewinnen.»

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Das sagte Lara Gut, bevor ihr Forfait definitiv feststand. Sie deutete lediglich an: «Wenn ich mich nicht fit fühle, bringt es der Mannschaft nichts, wenn ich mitmache. Ich würde die anderen nur bestrafen.» Inzwischen hat der Mannschaftsarzt der Frauen, Dr. Olivier Siegrist, sämtliche Termine von Lara Gut abgesagt. Im Vordergrund steht der Versuch, sie für den Riesenslalom vom Donnerstag wieder gesund zu bringen.

Eine Slalomfahrerin fehlt

Das Fehlen von Lara Gut hat indessen wesentlich Einfluss auf die Kampfkraft des Schweizer Teams. Ihm fehlt eine Slalomfahrerin. Obwohl der Slalom auch nicht Lara Guts Stärke ist, zeigte sie in der Superkombination, dass sie auch in dieser Disziplin schon zu ansprechenden Leistungen fähig ist.

Ihre Stellvertreterinnen Fabienne Suter oder Andrea Dettling befinden sich noch nicht auf diesem Niveau. Suter fuhr bisher einmal im Weltcup (und verpasste als 64. die Qualifikation überdeutlich), Dettling überhaupt noch nie. Bei der letzten SM belegten die beiden die Ränge 12 und 13, Suter aber mit der Nummer 74. Die übrigen Schweizer Teilnehmer sind Sandra Gini sowie Marc Gini, Didier Cuche und Silvan Zurbriggen bei den Männern.

Nationencup - das ungeliebte Kind

Für eine Mannschaft, die schon fünf Medaillen gewonnen hat, ist der Anspruch einer weiteren Auszeichnung gegeben, auch ohne Lara Gut. Es geht um die bereits sechste WM-Medaille. Damit würde die Marke von Are 2007 eingestellt. Mehr als sechs Medaillen haben die SchweizerInnen nur in den Goldenen Achtziger Jahren bei den WM 1887 in Crans-Montana (14) und 1989 in Vail (11) gewonnen.

Der Teamwettkampf oder Nationencup ist das ungeliebte Kind des Skisports. Vor allem aus Österreich, der Skination Nummer 1, hagelt es permanent Kritik.

In Bormio 2005 vergab die Austria-Crew fahrlässig den Sieg (wie die Schweiz eine Medaille), in Are 2007 holte sie dann standesgemäss den Titel, was ÖSV-Präsident Peter Schröcksnadel zur Relation veranlasste: «An einer WM ist der Teamwettkampf schon okay, aber nicht im Weltcup.»

Für Österreich steht einiges auf dem Spiel

Aus organisatorischen Gründen ist dieser Wettbewerb vom Ende der WM in die Mitte der zweiten Woche vorgezogen worden. In Vancouver wird er erstmals auch im Rahmen von Olympischen Spielen ausgetragen.

Für die Österreicher steht im Nationencup einiges auf dem Spiel. Nach dem völlig missglückten Start bei den Männern geht es um ihr Image. Wie die meisten Nationen können auch sie nicht in Bestbesetzung antreten. Ihr Star Benjamin Raich ist zum Training nach Österreich zurückgekehrt, um sich auf den Riesenslalom und den Slalom vorzubereiten.

Die USA beklagen den Ausfall von Lindsey Vonn, die sich bei ihrer Siegesfeier durch die Splitter einer Champagner-Flasche am Daumen verletzt hat. Wird wieder eine Aussenseiter-Nation gewinnen wie Deutschland 2005?

Auch taktische Varianten

Auch die Schweiz hat gegenüber Are 2007 nur eine einzige Fahrerin von jenem Team im Einsatz, das hinter Österreich und Schweden Bronze gewann -- Sandra Gini. Damals starteten die Schweizer mit vier Fahrerinnen und den beiden Allroundern Daniel Albrecht und Marc Berthod, was bei den Frauen den Einsatz von Spezialistinnen ermöglichte. Teilnahmeberechtigt sind sechs Fahrer, aber maximal vier pro Geschlecht.

Der Wettkampf besteht aus einem Super-G und einem Slalom, an dem in zwei Gruppen je ein Fahrer und eine Fahrerin pro Nation starten. Das Klassement erfolgt nach Rangpunkten. Gestartet wird anfänglich in der umgekehrten Reihenfolge zur FIS-Punkteliste, danach nach Rangliste, die beste Nation am Schluss.

Das ermöglicht taktische Varianten. Deshalb hilft es dem Team allenfalls schon, wenn Fabienne Suter oder Andrea Dettling sicher runterfahren, aber nicht mehr als 8 % auf die Bestzeit verlieren. Nach dem Debakel von Bormio kennen die Schweizer Trainer inzwischen auch das Reglement, das weitgehend aus der Feder von Bernhard Russi stammt, dem geistigen Vater dieses Wettbewerbs.

(Richard Hegglin, Val d´Isère/Si)

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