Ski alpin
Lara Gut auf dem Innenski ausgerutscht
publiziert: Sonntag, 1. Dez 2013 / 18:35 Uhr / aktualisiert: Sonntag, 1. Dez 2013 / 22:29 Uhr
Lara Gut scheidet im Riesenslalom von Beaver Creek in ihrem vierten Saisonrennen aus. (Archivbild)
Lara Gut scheidet im Riesenslalom von Beaver Creek in ihrem vierten Saisonrennen aus. (Archivbild)

Lara Gut hat die zuvor traumhaft verlaufene Weltcup-Woche in Beaver Creek (USA) mit einem Ausfall beendet. In dem unerwartet von der Schwedin Jessica Lindell-Vikarby gewonnenen Riesenslalom wurde die Liechtensteinerin Tina Weirather Dritte.

Nach rund 35 Fahrsekunden im ersten Durchgang war der Auftritt von Lara Gut beendet. Nach einem Innenskifehler rutschte sie weg. Die Chance, nach den Siegen in Abfahrt und Super-G auch die auf der Männer-Piste ausgetragene, dritte Prüfung im Nobel-Resort zu gewinnen, war vertan, die Serie nach drei (überlegenen) Siegen gerissen.

Lara Gut nahm das Malheur gelassen. "Das kann immer passieren. Das gehört dazu. Wenn mir jemand hier zuvor zweihundert Punkte und einen Ausfall vorgeschlagen hätte, hätte ich sofort unterschrieben. Wir haben von Anfang an gewusst, dass dies eine schwierige Woche werden und die Belastung hoch sein wird." Die Umstellung auf die Riesenslalom-Ski sei kein Problem gewesen. "Ich habe zuletzt ja fast jeden Tag Riesenslalom trainiert."

Finale ohne Schweizerinnen

In die Bresche für Lara Gut vermochte keine ihrer Teamkolleginnen auch nur im Ansatz zu springen. Die Vorstellung der anderen Fahrerinnen war eine glatte Enttäuschung. Keine des Quartetts konnte sich fürs Finale qualifizieren. Der 18-jährigen Jasmina Suter (37.) aus Stoos, in Sölden auf dem Weg zu einer Top-Ten-Klassierung ausgeschieden, nutzte die Vorbereitung in den letzten anderthalb Wochen in Vail und Copper Mountain ebenso wenig wie Wendy Holdener (40.). Dominique Gisin (44.) erlebte eine Premiere der unerfreulichen Art. Erstmals in einem Weltcup-Riesenslalom war die Engelbergerin im zweiten Durchgang nur noch Zuschauerin. Ihre voran gegangenen 13 Starts hatte sie allesamt in den punkteberechtigenden Rängen beendet. Fabienne Suter, mit Jasmina Suter nicht verwandt, kam wie Lara Gut nicht ins Ziel.

Aus dem Team von Swiss-Ski ragte einzig der "Gast" heraus. Die mit den Schweizerinnen mittrainierende Tina Weirather sicherte sich ihren ersten Podestplatz im Riesenslalom, nachdem sie in Sölden ihren Bestwert auf Rang 5 gedrückt hatte. Nach dem ersten Lauf war die mit der Nummer 29 gestartete 24-Jährige aus Planken Fünfte gewesen, schaffte aber mit Bestzeit nach Rang 2 in der Abfahrt ihre zweite Top-Klassierung im Rahmen der Hauptprobe auf die WM 2015. Die neuerliche Steigerung überraschte die Tochter von Hanni Wenzel und Harti Weirather nicht sonderlich. "Auf diesem Niveau entscheiden Kleinigkeiten. Und heute hat alles zusammengepasst."

Premiere mit 29 Jahren

Die 29 Jahre alte Jessica Lindell-Vikarby entschied das Generationen-Duell um den Sieg gegen die 18-jährige Amerikanerin Mikaela Shiffrin mit neun Hundertsteln Vorsprung für sich. Die Schwedin, die das Klassement schon nach halbem Pensum angeführt hatte, feierte ihren zweiten Weltcup-Sieg nach jenem im Super-G im Januar 2009 in Cortina. Im Riesenslalom war sie bisher über zwei 5. Plätze nicht hinausgekommen. Ihre gute Frühform hatte die Skandinavierin schon als Achte in Sölden unter Beweis gestellt.

Dass die Bilanz von Jessica Lindell-Vikarby zu Beginn der zwölften Weltcup-Saison nicht mehr Highlights beinhaltet, liegt auch am Verletzungspech. Zweimal, im Oktober 2003 in Saas-Fee und anderthalb Wochen nach ihrem Triumph in Cortina an der WM 2009 in Val d'Isère, zog sie sich bei Stürzen im Abfahrtstraining Kreuzbandrisse zu.

Den grossen Tag der vom Südtiroler Christian Thoma trainierten Schwedinnen rundete Maria Pietilä-Holmner als Vierte ab. Thoma ist in Schwedens Verband im zweiten Jahr für die Technikerinnen verantwortlich. Zuvor hatte er als Vorgänger des Bündners Christian Brüesch als Coach bei den Finninnen mit Tanja Poutiainen gewirkt.

Bestätigung der Fortschritte

Als Zweitplatzierte setzte Slalom-Weltmeisterin und -Weltcup-Siegerin Mikaela Shiffrin ihren Aufwärtstrend in ihrer zweiten Disziplin fort. Seine Fortschritte im Riesenslalom hatte das nur wenige Fahrminuten von Beaver Creek entfernt in Eagle-Vail wohnende "Wunderkind" bereits in Sölden mit Rang 6, ihrer bis gestern besten Klassierung, angedeutet. Das im Sommer und Herbst unter anderem in Neuseeland und Chile intensivierte "Riesen"-Training trägt von allem Anfang an Früchte. "Sie ist zuletzt mehr Riesenslalom gefahren als Slalom", sagt ihr Manager, der einstige Weltcup-Fahrer Kilian Albrecht.

Mit dem Aufstieg in die Riesenslalom-Weltelite hat Mikaela Shiffrin den nächsten Schritt auf dem geplanten Weg zur Allrounderin vollzogen. Der nächste lässt gemäss Albrecht noch auf sich warten, obwohl sie auch in den Super-G-Trainings schon flott unterwegs ist. "Die Konzentration gilt bis auf Weiteres den technischen Disziplinen", sagt der Vorarlberger. Sein Schützling kann mittlerweile vollends auf den Skirennsport setzen. Im Juni hat der Teenager die Schule an der Burke Mountain Academy im Bundesstaat Vermont abgeschlossen, im Oktober per Internet auch noch die Prüfungen in Deutsch abgelegt.

(tafi/Si)

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