Marlies Schild siegt den Slalom-Weltcup langweilig
publiziert: Dienstag, 20. Dez 2011 / 19:45 Uhr / aktualisiert: Dienstag, 20. Dez 2011 / 23:31 Uhr
Marlies Schild auf der Piste in Flachau.
Marlies Schild auf der Piste in Flachau.

Beim Heimrennen in der Flachau feierte Marlies Schild den 30. Slalom-Weltcupsieg ihrer Karriere. Denise Feierabend rutschte nach einer Disqualifikation in den zweiten Lauf nach und belegte den 22. Platz.

Einen besseren Ort und Tag hätte sich Marlies Schild für den Jubiläumssieg nicht aussuchen können. Weil heute auch noch die Männer den Mitte November in Levi abgesagten Slalom nachholen, stand Schilds Lebenspartner Benjamin Raich im Zielraum. Obwohl das Paar mittlerweile in Raichs Heimat, dem Pitztal, ein Traumhaus bewohnt, war der ungeplante (Flutlicht-)Slalom in Flachau für die 30-jährige Salzburgerin ein Heimrennen.

Und dann hatte Schild mit dem nach Hermann Maier, dem berühmtesten Sohn der Ortschaft, benannten Hang auch noch eine Rechnung offen. Im Vorjahr war sie im zweiten Lauf ausgeschieden - eine der selten gewordenen Niederlagen für die Zickzack-Königin. Nun stand Schild in Flachau zuoberst auf dem Podest. Wie schon im Januar 2010, wie schon bei insgesamt 31 anderen Gelegenheiten im Weltcup, so gewohnt, wie Lindsey Vonn in den Speed-Disziplinen.

Angeschlagene Höfl-Riesch auf dem Podium

Schild siegt den Slalom-Weltcup langweilig. Für einmal hielt sich der Vorsprung in Grenzen, was auch damit zu tun hatte, das sich die Dominatorin mit zwei kontrollierten Fahrten zu begnügen schien. Wozu alles riskieren, wenn man eine Klasse für sich ist? Maria Höfl-Riesch wurde mit 0,46 Sekunden Rückstand Zweite. Die Deutsche entschied sich wegen einer am Sonntag erlittenen Knochen- und Knorpelprellung im linken Knie erst am Renntag für einen Start. Vor knapp einem Jahr hatte sich die spätere Gewinnerin des Gesamtweltcups in Flachau ex-aequo mit Tanja Poutiainen durchgesetzt. Die Finnin schied gestern erstmals seit fünf Jahren in einem Slalom aus.

Komplettiert wurde das Podest von Tina Maze. Die Slowenin scheint ihre Krise überwunden zu haben. Maze war vor Saisonbeginn zugetraut worden, aus dem Duell Maria Höfl-Riesch vs. Lindsey Vonn einen Dreikampf um den Gesamtweltcup zu machen. Sie startete dann allerdings miserabel in den Winter - bis es am Sonntag mit Rang 5 einen ersten Lichtblick gab. Zuvor hatte Maze wie schon in der letzten Saison ihren Servicemann in die Wüste geschickt.

Marlies Schild kennt solche Probleme nicht. Sie ist so etwas wie der Gegenentwurf zur launischen, unberechenbaren und unkonstanten Maze. Nach dem Hattrick zum Saisonstart muss sich Schild schon die Frage anhören, ob der Gewinn aller zehn Slaloms in diesem Winter für sie ein Ziel darstelle. "Natürlich. Einfach, weil man jedes Rennen, zu dem man startet, gewinnen will", sagte Schild dazu schon im Vorfeld des Heimauftritts. 12 der letzten 17 Weltcup-Slaloms plus den WM-Titel in Garmisch-Partenkirchen hat Schild für sich entschieden, Vreni Schneiders Rekord von 34 Slalom-Weltcupsiegen dürfte bald gebrochen werden. In einer anderen Statistik hat Österreich die führende Schweiz gestern eingeholt: Beide Nationen weisen nun 76 Weltcupsiege in Frauen-Slaloms auf.

Rückschlag für Holdener

Das Schweizer Slalom-Team konnte den ersten Nuller des Winters knapp abwenden. Die Schweizerinnen hatten sich schon auf den Rückweg ins Hotel begeben, als Denise Feierabend wieder umkehren durfte. Wegen der nachträglichen Disqualifikation von Fanny Chmelar war Feierabend plötzlich 30. statt 31., der zweite Lauf statt um acht Hundertstel verpasst mit vier Hundertsteln Reserve erreicht. Im zweiten Durchgang fuhr die Engelbergerin dann nicht mehr mit angezogener Handbremse und machte so noch acht Positionen gut.

Nachdem sie am Sonntag in Courchevel als 14. das beste Resultat ihrer jungen Karriere erreicht hatte, musste Wendy Holdener einen Rückschlag einstecken. Mit fast vier Sekunden Rückstand belegte die 18-Jährige nur den 47. Platz. Lara Gut gelang zwar ein verheissungsvoller Start; sie reihte dann aber Fehler an Fehler. Den dritten Ausfall im dritten ersten Slalom-Lauf des Winters konnte Gut nur knapp verhindern. Marine Oberson nutzte auch ihre zweite Einsatzchance im Weltcup nicht. Die 20-jährige C-Kader-Fahrerin aus dem Kanton Freiburg schied ebenfalls beinahe aus. Gut und Oberson tauchten ganz am Ende des Klassements auf.

 

(fest/Si)

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