Palander gewinnt - Berthod Dritter
publiziert: Sonntag, 16. Dez 2007 / 11:50 Uhr / aktualisiert: Sonntag, 16. Dez 2007 / 17:32 Uhr

Ausgerechnet der nicht vollends genesene Marc Berthod war im Riesenslalom-Klassiker in Alta Badia der stärkste Schweizer. Der Bündner glänzte als Dritter und realisierte sein bestes Ergebnis in dieser Disziplin. Gewonnen wurde das Rennen von Kalle Palander.

Trotz Knöchelverstauchung auf dem dritten Platz: Marc Berthod.
Trotz Knöchelverstauchung auf dem dritten Platz: Marc Berthod.
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In Bad Kleinkirchheim hatte der durch die Knöchelverstauchung handicapierte Berthod die Qualifikation für den zweiten Lauf noch verpasst. Die Verletzung behindert den Bündner zwar nach wie vor, hielt ihn diesmal aber nicht von einer ausgezeichneten Vorstellung ab.

Berthod hatte schon im ersten Lauf als Fünfter überzeugt. Doch in der Entscheidung legte er noch einen drauf, verbesserte sich mit viertbester Laufzeit um zwei Plätze und stand so erstmals auch im Riesenslalom auf dem Podest. Bislang war der 5. Platz beim Finale im März in Lenzerheide das Bestresultat in dieser Sparte gewesen.

Zweitbester Schweizer war Daniel Albrecht als Elfter. Der Walliser hatte seine Chance auf einen weitere Spitzenplatz nach dem Sieg in Beaver Creek (USA) schon im ersten Lauf mit einem Zeit raubenden Patzer vergeben.

Nach vier zählbaren Ergebnissen im Slalom sicherte sich Sandro Viletta nun auch erstmals im Riesenslalom Weltcup-Punkte. Der mit der Nummer 53 gestartete 21-Jährige aus Samnaun, der sich als 30. und Letzter (und einem Hundertstel Vorsprung auf Peter Fill) fürs Finale qualifiziert hatte, belegte Platz 23.

Palanders anspruchsvolle Vorliebe

Palander bestätigte einmal mehr seine Vorliebe für den anspruchsvollen Hang in Alta Badia. Der Finne triumphierte hier nach 2003 und seinem Erfolg im Vorjahr schon zum dritten Mal. Palander distanzierte den zweitplatzierten Benjamin Raich um 42 Hundertstel. Der Pitztaler übernahm damit wieder die Führung in der Weltcup-Gesamtwertung. Er liegt nun 68 Punkte vor dem zuvor vorne gelegenen Didier Cuche.

Nicht Alltägliches erlebte Ted Ligety. Der Amerikaner trug zwar die Nummer 15, durfte im ersten Lauf aber erst als 46. starten. Mit der Rückversetzung wurde er von FIS-Renndirektor für das um zwei Minuten zu späte Erscheinen zur Besammlung für die öffentliche Startnummernauslosung am Samstagabend bestraft. Mit der Wut im Bauch verbesserte sich Ligety am Nachmittag mit Laufbestzeit vom 10. in den 5. Rang und verteidigte so seine Spitzenposition in der Disziplinenwertung.

Für Didier Cuche geriet der letzte Auftritt vor Weihnachten zur Enttäuschung. Der Neuenburger lag schon im obersten Strecktenteil nach einem Anhänger an einem Tor im Schnee und verpasste so den zweiten Lauf deutlich. Ebenfalls nur noch Zuschauer am Nachmittag waren Didier Défago und Carlo Janka; beide verpassten ein Tor.

Die Piste Gran Risa forderte aus dem Kreis der Topfahrer weitere Opfer. Der Italiener Massimiliano Blardone, der Sieger des letzten Riesenslaloms in Bad Kleinkirchheim und vor zwei Jahren Dominator in Alta Badia, beging schon nach wenigen Sekunden einen groben Fehler und fiel vorzeitig aus der Entscheidung. Pech der besonderen Art hatte Bode Miller. Der Amerikaner wurde durch eine defekte Bindung zur Aufgabe gezwungen.

Schlussklasssement

1. Kalle Palander (Fi) 2:30,92. 2. Benjamin Raich (Ö) 0,42 zurück. 3. Marc Berthod (Sz) 0,45. 4. John Kucera (Ka) 0,54. 5. Ted Ligety (USA) 0,58. 6. Manfred Mölgg (It) 0,66. 7. Markus Larsson (Sd) 1,16. 8. Massimiliano Blardone (It) 1,52. 9. Andre Myhrer (Sd) 1,55. 10. Jimmy Cochran (USA) 1,56.

11. Daniel Albrecht (Sz) 1,65. 12. Cyprien Richard (Fr) 1,68. 13. Frédéric Covili (Fr) 1,74. 14. Marcus Sandell (Fi) 1,84. 15. Stephan Görgl (Ö) 1,92. 16. Davide Simoncelli (It) 2,02. 17. Ales Gorza (Sln) 2,22. 18. Hannes Reichelt (Ö) 2,24. 19. Truls Ove Karlsen (No) 2,44. 20. Christoph Gruber (Ö) 2,52.

21. Hermann Maier (Ö) 2,55. 22. Gauthier de Tessières (Fr) 2,77. 23. Sandro Viletta (Sz) 2,80. 24. Florian Eisath (It) 2,89. 25. Mario Matt (Ö) 2,92. 26. Alberto Schieppati (It) 3,07. 27. Sébastien Pichot (Fr) 3,39. 28. Erik Schlopy (USA) 5,84.

(dl/Si)

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