Ski Alpin: Kernen am Lauberhorn auf dem Podest
publiziert: Freitag, 17. Jan 2003 / 12:33 Uhr / aktualisiert: Freitag, 17. Jan 2003 / 16:18 Uhr

Die erste Lauberhornabfahrt wurde von einem Mann dominiert: Stephan Eberharter. Er fuhr der Konkurrenz um über eine Sekunde davon. Aus Schweizer Sicht war die Fahrt von Bruno Kernen ein willkommener Höhepunkt.

Die erste Lauberhornabfahrt im 2003 war von vielen Ausfällen und Stürzen gezeichnet. Bei den meisten Fahrern reichte die Kraft nicht. Vielen wurde das Ziel-S zum Verhängnis, auch der Schweizer Didier Defago meisterte die Einfahrt nicht und stürzte wenige Meter vor dem Ziel.

Klarer Dominator war Stephan Eberharter. Er war als Nummer Acht ins Rennen gegangen und stellte eine Zeit auf, die nicht mehr geschlagen werden konnte. Eberharter fuhr die Konkurrenz gar in Grund in Boden. Im Ziel-S, einem der schwersten Streckenabschnitte im alpinen Skizirkus überhaupt, dort wo viele andere scheiterten, zeigte Eberharter seine ganze technische und athletische Klasse. Er wählte die direkteste Linie und nahm allen auch auf den letzten Metern noch Zeit ab.

Dennoch war Eberharter mit seiner Fahrt im oberen Teil nicht sehr zufrieden, doch seine Leistung im unteren Teil liess ihn das Rennen und das lange Warten auf die Konkurrenz mit den hohen Startnummern locker kommentieren. "An meinen Nerven zieht die Warterei nicht, ich bin ja schon im Ziel und zum Glück unverletzt," meinte er, "aber ich werde wohl bis zur Startnummer 35 ausharren müssen."

Die Schweizer Bilanz war bis zum Auftritt von Kernen durchzogen

Rolf Weissenfluh zeigte eine ansprechende Leistung, zeigte sich aber unzufrieden mit der Fahrt. "Ich habe es vor allem im Ziel-S verpasst, eine gute Zeit herauszuholen", kommentierte Rolf Weissenfluh, "ich konnte die Fehler im Training nicht korrigieren."

Franco Cavegn, der als Nummer Zehn ins Rennen ging, wurde abgewunken und musste nun die Fahrt wiederholen. Der vor ihm gestartere Fahrer war gestürzt und die Piste war irrtümlicherweise zu früh freigegeben worden. So kriegte Cavegn eine zweite Chance, doch auch die konnte er nicht nutzen und er verlor über zwei Sekunden auf Eberharter.

Bester Schweizer war Bruno Kernen. Er zeigte eine beherzte Fahrt und fuhr mit einer hohen Startnummer auf den dritten Platz. Sein Credo, im Training nicht zu taktieren und volles Risiko zu fahren, war also aufgegangen und er wurde im Rennen dafür belohnt. Seit William Besse und seinem Sieg im Weltcup 1996 befindet sich also erstmals wieder ein Schweizer auf dem Podest in Wengen. Auch als die besten Fahrer das Rennen schon beendet hatten, wollte sich Kernen nicht dazu durchringen, an den Podestplatz zu glauben. "Ich würde mich aber schon extrem freuen, sollte es bei dieser Plazierung bleiben", meinte Kernen im Ziel und konnte sich das Lachen kaum von den Lippen wischen.

Es blieb dabei und Kernen hat somit den Lauberhorn Bann gebrochen. Er ist in diesem Winter auch der erste Schweizer Abfahrer, der aufs Podest fährt.

Hermann Maiers Rückkehr auf die Abfahrtsstrecke war alles andere als ein Erfolg. Er legte im oberen Streckenabschnitt zwar eine ordentlich Fahrt hin, doch unten reichte die Kraft wie bei vielen anderen Fahrern nicht; auch für den Herminator zeichnet sich der Kampf zurück an die Weltspitze als mühsam ab.

Das Klassement nach 35 Fahrern:

1. S. Eberharter Ö 2:27,78 2. Daron Rahlves USA 2:28,89 1,11 3. Bruno Kernen Sz 2:29,16 1,38 4. A. Schifferer Ö 2:29,22 1,44 5. C. Gruber Ö 2:29,25 1,47 6. Bode Miller USA 2:29,36 1,58 7. A. Hoffmann Sz 2:29,59 1,81 8. K.A. Aamodt No 2:29,68 1,90 9. Hans Knauss Ö 2:29,76 1,98 10. Klaus Kröll Ö 2:30,05 2,27 11. Hannes Trinkl (Ö), Head, 2,29 zurück. 12. Erik Seletto (It), Rossignol, 2,55. 13. Franco Cavegn (Sz), Head, 2,57. 14. Marco Sullivan (USA), Salomon, 2,64. 15. Peter Rzehak (Ö), Salomon, 2,70.

16. Rolf von Weissenfluh (Sz), Head, 2,79. 17. Didier Cuche (Sz), Atomic, und Josef Strobl (Ö), Atomic, 2,83. 19. Jakub Fiala (USA), Atomic, 2,88. 20. Max Rauffer (De), Atomic, 3,11. 21. Kurt Sulzenbacher (It), Rossignol, 3,12. 22. Hermann Maier (Ö), Atomic, 3,15. 23. Werner Franz (Ö), Head, 3,19. 24. Claude Crétier (Fr), Salomon, 3,28. 25. Andrej Jerman (Sln), Rossignol, 3,30. 26. Kristian Ghedina (It), Fischer, 4,20. 27. Sébastien Fournier (Fr), Rossignol, 4,21. 28. Lasse Kjus (No), Dynastar, 4,54. 29. Erik Guay (Ka), Atomic, 5,00. 30. Marc Bottollier (Fr), Salomon, 5,49.

(bsk/news.ch)

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