Hahnenkamm: Eberharter mit Bestzeit
Ski: Bruno Kernen ist der einzige Schweizer in den Top Ten
publiziert: Mittwoch, 17. Jan 2001 / 20:36 Uhr

Kitzbühel - Die Leistungen der Schweizer im zweiten Training zur Hahnenkamm-Abfahrt in Kitzbühel waren durchzogen. Als einziger kam Bruno Kernen (9.) in die Top-ten. Bestzeit fuhr der Österreicher Stephan Eberharter vor dem Norweger Lasse Kjus.

Hermann Maier, am Vortag in London zum Weltsportler des Jahres ernannt, verzichtete auf das Training.

Die Österreicher gehörten auch am Mittwoch zu den stärksten Fahrern. Der schnellste war einer, der sonst mit Kitzbühel auf Kriegsfuss steht. Stephan Eberharter ist auf der Streif noch nie über einen 10. Platz hinausgekommen. «Es wäre mal an der Zeit, dass mir auch hier ein vernünftiges Resultat gelingt», meinte der zweifache Weltmeister von 1991, der nach vielen Verletzungen erst 1997 wieder den Anschluss an die Weltklasse geschafft hat. Für Kitzbühel verwendete er erstmals nur 2,15 m lange Ski.

Einer unter den ersten zehn, dafür fünf in den Rängen 11 bis 21-- für einmal überzeugte das Schweizer Abfahrtsteam bloss breitenmässig. «Das Rennen ist erst am Samstag», versuchte Trainer Fritz Züger zu beschwichtigen. Der beste Schweizer war auch einer der unzufriedensten. «Wie schon am Mittwoch sind mir zwei grobe Fehler unterlaufen», ärgerte sich Fritz Züger. Ausgezeichnet hielt sich wieder der Kombinierer Paul Accola mit der elftbesten Zeit. Er wird nach den beiden gelungenen Fahrten vom Dienstag und Mittwoch auf das Abschlusstraining verzichten und sich ganz auf den Super-G vom Freitag konzentrieren. «Mir wär' zwar lieber, es würden zwei Abfahrten stattfinden», meinte der Allrounder, «dieser Super-G hier ist ohnehin eher eine verkrüppelte Abfahrt».

Nicht nach Wunsch verlief das Training für den Hahnenkamm- Neuling Silvano Beltrametti. Der Bündner wurde nur 42. und verlor 4,40 Sekunden. Nur beim Training in Beaver Creek war er als 46. noch weiter hinten klassiert. Auf der Seidlalm, wo Bruno Kernen einst schwer gestürzt war, geriet Beltrametti in Schwierigkeiten und musste voll bremsen. Aber auch auf den andern Streckenpassagen verlor er überdurchschnittlich Zeit. «Vielleicht war ich mit dem Kopf nicht ganz parat», sagte Beltrametti, «ich brauche das Donnerstag-Training noch dringend. 'Blind' runterfahren könnte ich da noch lange nicht.» Der zweite Neuling, Rolf von Weissenfluh, steigerte sich gegenüber dem ersten Training gewaltig (vom 42. auf den 21. Platz), obwohl er glaubte, fünf Sekunden verloren zu haben.

Erstmals seit langer Zeit macht Lasse Kjus wieder von sich reden. Der Norweger, der nach fast einjähriger Wettkampfpause im November mit vier Podestplätzen ein erstaunliches Comeback gegeben hatte, verschwand im Dezember in der Versekung, meldete sich jetzt aber mit zweitbester Trainingszeit wieder zurück. Kjus hat in Kitzbühel 1999 die Abfahrt und schon zweimal die Kombination gewonnen.

(kil/sda)

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