Ski alpin: Cuche hinter Rahlves Zweiter im Garmisch Training
publiziert: Mittwoch, 19. Feb 2003 / 17:32 Uhr

Garmisch-Partenkirchen - Im ersten Training zur Abfahrt der Männer vom Samstag in Garmisch-Partenkirchen (De) hinterliess Didier Cuche von den acht gestarteten Schweizern den besten Eindruck.

Didier Cuche an der SkiWM 2003 in St.Moritz.
Didier Cuche an der SkiWM 2003 in St.Moritz.
Der 28-jährige Neuenburger wurde 37 Hundertstel hinter Daron Rahlves (USA) Zweiter. Didier Cuche gehörte auf der hervorragend präpierten Piste Kandahar auf allen Streckenabschnitten zu den Besten. Dennoch zeigte er sich nicht zufrieden: "Mir fehlte oftmals der Grip, und ich rutschte in einigen Kurven weg. Es war nicht so griffig, wie mir nach oben gemeldet wurde. Gesamthaft gesehen hatte ich aber schon eine gute Fahrt", sagte Cuche. Mit schärferen Kanten für die kommenden Tage passe es, so der sehr zufrieden wirkende Westschweizer, dem die Piste ausserordentlich gefällt: "Sie ist eisig und hat viele Schläge. Genau so lieb ichs."

Dazu hat Cuche auch sehr gute Erinnerungen an Garmisch. Letztes Jahr belegte er in beiden Super-G den 2. Platz. Im Jahr zuvor resultierten für ihn als Dritter (Super-G) und Fünfter (Abfahrt) ebenfalls Topresultate. "Wenns wie geplant läuft, rechne ich mir auch heuer in beiden Disziplinen etwas aus", sagte Cuche.

Anderthalb Wochen nach der ungemein spannenden WM-Abfahrt deckten die meisten Fahrer im ersten Training am Garmischer Kreuzeck ihre Möglichkeiten noch nicht auf. Nicht so Daron Rahlves, der Sieger in Kitzbühel und im ersten Rennen in Bormio: Der Amerikaner wollte die Gewissheit, dass sein 16. Rang in St. Moritz nur ein Ausrutscher war. "Die Bestzeit ist gut fürs Selbstvertrauen. Ich weiss nun: Hier muss ich nicht zweifeln", sagte Rahlves. Mit ihm sei in Garmisch zu rechnen: "Ich bin hier, um zu gewinnen."

Rahlves´ Landsmann Bode Miller stellte am Mittwoch das andere Extrem dar. Der zweifache Weltmeister liess es gemächlich angehen: Mit über vier Sekunden Rückstand belegte er nur den 39. Platz. Abfahrtsleader Stephan Eberharter und seine österreichischen Teamkollegen Hans Knauss und Hannes Trinkl verzichteten aufs Training. Ein Risiko gingen sie damit nicht ein, ist doch in Garmisch mindestens bis Sonntag Kaiserwetter angesagt.

Ambrosi Hoffmann wurde Achter. Er wies wie Cuche auf fehlenden Grip hin, zudem habe er sich im Ziel ziemlich müde gefühlt. Bruno Kernen als 15. ("tipptoppe Piste") und Franco Cavegn als 18. verloren über zwei Sekunden und sehen noch klares Steigerungspotenzial. "Ich hatte Mühe, schön Druck aufzunehmen, deshalb verschlug es mir mehrmals die Ski", sagte der WM-Dritte. "Im zweiten Training werde ich mich verbessern." Bester Österreicher war Olympiasieger Fritz Strobl als Trainingsdritter.

Si

(bsk/sda)

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