Ski alpin: Erster finnischer Weltcupsieg durch Kalle Palander
publiziert: Sonntag, 26. Jan 2003 / 16:26 Uhr

(Si) Der 26-jährige Kalle Palander sorgte beim Slalom von Kitzbühel für den ersten finnischen Sieg in der Geschichte des Weltcups. Für das beste Schweizer Ergebnis des Winters sorgte Silvan Zurbriggen (7.) mit Bestzeit im zweiten Durchgang.

Eine Woche vor den Weltmeisterschaften in St. Moritz und eine Woche nach dem Aufsehen erregenden "Rücktritt" von Slalomtrainer Christian Huber in Wengen erreichte der 21-jährige Walliser Silvan Zurbriggen aus Ried-Brig das erste Schweizer Top-Ten-Resultat seit November 2001 (Michael von Grünigen). Zurbriggen selber hatte mit den 13. Rängen von Park City und Kranjska Gora die bisher besten Resultate dieses Winters herausgefahren. Erstmals nach den Nullern von Bormio und Wengen gab es überhaupt wieder Slalompunkte für die Schweizer.

Zurbriggen packte in Kitzbühel mit Nummer 43 die Gunst der Stunde, qualifizierte sich als 26. für den "Final" und fuhr dort allen um mindestens 0,64 Sekunden davon; Sieger Palander verlor 97/100. Der Walliser, WM-Abfahrtszweiter der Junioren 2001, mit Skilegende Pirmin nur über viele Ecken verwandt, freute sich: "Ein Supertag ist das für mich. Im ersten Lauf fand ich zunächst den Rhythmus nicht, aber unten konnte ich die Ski laufen lassen. Und so gut lief es auch im zweiten Durchgang." Die Schweizer Slalomhoffnung stellte "einen unglaublich grossen Unterschied" zwischen dem Zustand der Piste mit Nummer 43 und Nummer 5 (2. Lauf) fest.

Beim Europacup-Slalom letzte Woche in Courchevel hatte Zurbriggen ein Wechsel des Skimodells Auftrieb gegeben. Dort war er vom 12. auf den 6. Rang vorgestossen und hatte die Europacup-Führung übernommen. Der Europacup-Start in Courchevel auf Anweisung des schlauen Fuchses Karl Frehsner war auch der Grund, dass Zurbriggen die Abfahrt (und Kombination) von Kitzbühel nicht bestritt. In Wengen konnte er wegen Rückenproblemen (eingeklemmter Nerv) nicht zur Abfahrt starten, aber bei den WM in St. Moritz steht die Kombination für den Allrounder im Programm.

Urs Imboden, der zuvor in diesem Winter zweimal Weltcup-Punkte gewonnen hatte, fand den Faden erneut nicht. Er verlor im ersten Durchgang fast 3 Sekunden und wurde 39. "Mein Lauf war ein einziger Murks", sagte der Bündner, "ich war sehr nervös und komme im Moment einfach nicht aus mir heraus." Einen Lichtblick für seine Form hatte er letzte Woche bei einem FIS-Slalom in Westendorf (Ö) erlebt, als er im 2. Lauf hervorragend unterwegs war, dann aber einfädelte. "Ich weiss, dass ich es könnte", sagte Imboden.

Palander für WM-Titel "noch nicht reif"

Palander, überraschender Weltmeister von 1999 in Vail, war im Weltcup noch nie auf dem Podest gestanden. Drei 4. Plätze hatte er vorzuweisen, zwei aus dieser Saison (Kranjska Gora und Wengen). In Bormio führte er nach dem ersten Lauf und wurde Fünfter. Doch in Kitzbühel legte er Bestzeit vor und verteidigte seinen Vorsprung im 2. Lauf. "Ich verlebte nach dem WM-Sieg eine schwierige Zeit", sagte der Finne, der vom Kitzbüheler Christian Leitner trainiert wird. Er sei noch nicht reif gewesen für den Titel und habe Probleme mit den kurzen Ski gehabt. "Auch heute ist mein Fahrstil noch nicht besonders gut", stellte er fest. Palander kommt aus Tornio, 800 km nördlich von Helsinki, wo der höchste Hügel 45 m hoch ist ("Es reicht gerade für 10 Slalomtore").

Nach drei aufeinanderfolgenden Triumphen gab es erstmals keinen Austria-Sieg im Slalom, doch mit Vorjahressieger Rainer Schönfelder (2.) und Heinz Schilchegger (3.) standen zwei Österreicher "daheim" auf dem Podest. Sie banden den Slalom-Weltcupleader Ivica Kostelic (Kro) auf Rang 4 zurück.

Die Vorstellungen des Überraschungs-Spitzenduos von Wengen waren schnell zu Ende. Lauberhorn-Slalomsieger Giorgio Rocca (It) schied ebenso wie der Japaner Akira Sasaki schon im ersten Durchgang aus. Sasaki fand mit Nummer 28 allerdings längst nicht mehr so gute Pistenverhältnisse wie in Wengen vor, wo er mit Nummer 65 Zweiter geworden war.

Walchhofer Kombi-Sieger

Die Kombination endete nach dem Ausscheiden von Wengen-Sieger Kjetil André Aamodt (No) und zweimaligem Zurücksteigen (trotzdem Fünfter!) von Bode Miller (USA) mit dem Erfolg von Michael Walchhofer (Ö). Didier Défago kassierte als Dritter mit 13 500 Franken das zweithöchste Preisgeld seiner Karriere. Miller verteidigte seine Weltcup-Führung knapp vor Stephan Eberharter (Ö), der seit 10 Jahren erstmals wieder auf Slalomski stand und Kombi-Sechster wurde.

(Peter A. Frei/sda)

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