Ski alpin: Götschl und Dénériaz letzte Abfahrtssieger
publiziert: Mittwoch, 12. Mrz 2003 / 22:35 Uhr

(Si) Renate Götschl (Ö) und Antoine Dénériaz (Fr) gingen in Kvitfjell als letzte Abfahrtssieger der Saison hervor. Die WM-Medaillengewinner Bruno Kernen und Corinne Rey-Bellet waren die besten Schweizer, kamen aber über die Plätze 6 und 7 nicht hinaus.

Michaela Dorfmeister.
Michaela Dorfmeister.
Während Stephan Eberharter, der 0,17 Sekunden hinter Dénériaz (2. Saisonsieg) Zweiter wurde, schon seit geraumer Zeit als Disziplinensieger feststand, sicherte sich bei den Frauen die Super-G-Weltmeisterin Michaela Dorfmeister den Abfahrts-Weltcup dank einem 6. Platz in extremis vier Punkte vor Götschl.

Mit drei Siegen in den letzten vier Rennen war Götschl (27. Weltcupsieg), die sich vor einem Jahr auf der Lenzerheide eine schwere Knieverletzung zugezogen hatte, die herausragende Athletin der zweiten Saisonhälfte. Kirsten Clark (3.) und Carole Montillet (8.) konnten nicht mehr in die Weltcup-Entscheidung eingreifen.

Atomic-Festival -- aber ohne Schweizer

Wie so oft in Kvitfjell wurde die Männer-Abfahrt zu einem Atomic-Festival. Nachdem schon im Training sechs Atomic-Piloten (darunter Didier Cuche und Didier Défago als 2. und 3.) das Klassement angeführt hatten, gab es im Rennen einen vierfachen Atomic-Triumph mit Fahrern aus drei Nationen -- aber ohne Schweizer. Cuche wurde (nach mässigen Sprüngen) nur 12., Défago (wieder einmal mit einem Fehler im Schlussteil) nur 17.

Hinter dem regelmässigen Kernen (mit seiner 10. Klassierung in den Top Ten) erzielte Franco Cavegn als 8. das zweitbeste Resultat des Winters. Trotzdem verpasste der 32-jährige Bündner die erste Gruppe um einen Rang und damit die Zugehörigkeit zur Nationalmannschaft, wenn ihm nicht im Super-G noch ein Exploit gelingt.

Serie von Podestplätzen gerissen

Nach dem verheissungsvollen Training ist vor allem von den Männern etwas mehr erwartet worden. "Unsere Fahrer haben noch Mühe, voll aus sich herauszugehen, wenn sie nur ein einziges Training fahren können", suchte Abfahrtstrainer Franz Heinzer nach einer Erklärung. "Daran müssen wir im Sommer arbeiten".

Die Final-Abfahrt wäre DIE Chance für die Schweizer gewesen, weil für einmal auch die Österreicher nicht überzeugten. Einzig Stephan Eberharter (2.) klassierte sich im ersten halben Dutzend, in dem fünf verschiedene Nationen vertreten sind -- eine Seltenheit im Abfahrtssport.

Damit ist auch die Serie der Podestplätze in der Abfahrt gerissen. Seit Wengen I stand in fünf Rennen immer ein Schweizer auf dem Podest. Eine so lange Serie hat es seit einem Jahrzehnt nicht mehr gegeben. Nicht nur darum ziehen die meisten Abfahrer eine positive Saisonbilanz. "Dieser erste Winter nach einem kompletten Materialwechsel ist besser ausgefallen, als ich zu träumen wagte", sagt der WM-Dritte und Lauberhornsieger Bruno Kernen. "Wenn ich im nächsten Winter die Klassierungen zwischen 6 bis 10 noch um drei, vier Positionen steigern könnte, wäre es perfekt."

Cuche selbstkritisch -- und zuversichtlich

Auch Didier Cuche ist mit seiner Saison weitgehend zufrieden, obwohl er einen Drittel weniger Weltcuppunkte holte als im letzten Jahr: "Manchmal habe ich beinahe vergessen, dass ich sowohl Ski als auch Schuhe wechselte und mich persönlich zu stark unter Druck gesetzt." In der Abfahrt seien die Fortschritte am auffälligsten: "Das stimmt mich zuversichtlich für nächste Saison." Im Riesenslalom sei der Unterschied zwischen seiner alten und neuen Marke am grössten, und im Super-G hätte er einige Male den falschen Ski (mit nicht optimaler Taillierung) erwischt: "Ich hielt zu lange an jenem Ski fest, mit dem ich in Beaver Creek siegte."

Ambrosi Hoffmann, der im Training stürzte und sich am Rücken weh tat, bestritt die Abfahrt (mit einer Schmerz stillenden Spritze) quasi nur als Vorbereitung auf den Super-G.

Erfreulicher Auftritt der Junioren-Weltmeister

Junioren-Weltmeister Daniel Albrecht konnte trotz guter Fahrt mit einem Rückstand von 3,12 den letzten Platz nicht verhindern. "Vor dem Rennen kam es mir schon etwas komisch vor: Die 25 Besten der Welt -- und ich", staunte der Walliser Youngster. "Unten ankommen", hatte ihm Cheftrainer Karl Frehsner auf den Weg gegeben.

Lediglich 1,88 Sekunden verlor die trotz Nervosität beherzt angreifende Junioren-Weltmeisterin Tamara Wolf, die damit ihr Ziel erreichte: "Wenigstens nicht Letzte werden." Als 19. liess sie gleich vier Fahrerinnen hinter sich, darunter die eigene Teamkollegin Sylviane Berthod und Jonna Mendes, die WM-Dritte im Super-G.

(bert/sda)

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