Ski alpin: Japaner Akira Sasaki mit Nummer 65 Zweiter
publiziert: Sonntag, 19. Jan 2003 / 16:43 Uhr / aktualisiert: Sonntag, 19. Jan 2003 / 17:09 Uhr

(Si) Um einen Hauch verhinderte der Italiener Giorgio Rocca beim Lauberhorn-Slalom in Wengen eine der grössten Sensationen der Skigeschichte. Mit Startnummer 65 blieb der überraschende Japaner Akira Sasaki nur um 4/100 geschlagen. Die Schweizer enttäuschten.

Noch nie in der Geschichte des Weltcups hatte es einen 2. Rang für einen Japaner gegeben. Akira Sasaki (21) von der Insel Hokkaido, der in Tokio studiert, startete zu seinem 13. Weltcuprennen (darunter 1 Riesenslalom) -- und qualifizierte sich als Siebter erstmals für den Final der 30 Besten. Dort fuhr er Bestzeit -- auf einem Paar (von anderen Salomon-Fahrern) gebrauchten Skis. Er habe auch noch die Siegerski von Ivica Kostelic vom Bormio-Rennen erhalten, "aber die werde ich erst bei den Weltmeisterschaften einsetzen", sagte Sasaki. Worauf Kostelic scherzte, er wolle diese Ski zurück; Sasaki bekomme dafür ein Paar Abfahrtsski...

Dank der pickelharten, hervorragend präparierten Piste habe er erstmals mit seiner hohen Nummer eine Chance gehabt, in den zweiten Lauf vorzustossen, sagte Sasaki. Und dann habe er attackiert -- "wie immer, und das werde ich auch in Zukunft tun." Für seine Fortschritte mitverantwortlich ist der österreichische Trainer Georg Höllriegl, der im vergangenen Winter die Schweizer Europacup-Truppe um Silvan Zurbriggen trainierte. Er sei "glücklich", mehr könne er über seinen Zustand nicht sagen, erklärte der Japaner, der im Alter von 3 Jahren mit dem Skifahren begonnen und mit 16 die ersten Rennen bestritten hatte.

Fortuna diesmal für Rocca

Auch der Sieger Giorgio Rocca (28) lobte die Piste in höchsten Tönen. Nach vier Ehrenplätzen stand der einst als Nachfolger von Alberto Tomba angekündigte Fahrer aus Livigno erstmals zuoberst auf dem Podest. Giorgio Roccas Mutter stammt aus Schuls, er selber kam in Chur zur Welt. Im K.o.-Slalom in Sestriere hatte ihm Kostelic den Sieg um 1/100 weggeschnappt, diesmal lag er 4/100 vor Sasaki. "Fortuna hat sich gewendet", hielt er trocken dazu fest. Es war der erste italienische Slalomsieg seit drei Jahren (Angelo Weiss in Chamonix).

Nach dem ersten Lauf lag der dreifache Saisonsieger Ivica Kostelic (der seit seinem Erfolg in Bormio wegen nationalsozialistischer Äusserungen ins Gerede kam) gleichauf mit Rocca an der Spitze. Zur Freude einer grossen kroatischen Fangemeinde hielt er sich mit 0,71 Rückstand wenigstens auf dem Podest.

Am Morgen nach dem Eklat

Die Schweizer brachten am Morgen nach dem Trainer-Eklat zum dritten Mal in diesem Winter keinen Fahrer in den Final. Urs Imboden und Silvan Zurbriggen fädelten ein. "Das ist mir in Wengen zum ersten Mal passiert", sagte Zurbriggen, den die Trainergeschichte nicht davon abgehalten hatte, tief zu schlafen.

Mehr Mühe damit hatte Imboden: "Christian Huber hat alles getan für uns, wir waren im Sommer ein unglaublich gut harmonierendes Team, aber nach den schlechten Resultaten musste wohl irgend etwas geschehen." Ihm habe der Trainer-Eklat schon zu schaffen gemacht, "es war nicht einfach, sich voll zu konzentrieren. Aber wir sind da, um schnell zu fahren. Für das Politische sind andere Leute zuständig." Nach Slalomtrainer Christian Huber hatte sich auch der für die Slalomfahrer zuständige Pool-Servicemann vor dem Rennen aus Wengen verabschiedet.

Kombi-Sieg für Aamodt, Miller Weltcupleader

Die Lauberhorn-Kombination ging an den Norweger Kjetil André Aamodt, der damit seinen 21. Sieg feierte, mit 33/100 Vorsprung vor Bode Miller. Der Amerikaner zauberte im ersten Lauf zweimal gewaltig und wurde Slalom-11. Dank den 80 Punkten aus der Kombination schaffte er es, Stephan Eberharter (Ö) als Weltcup-Leader wieder abzulösen.

Kombinations-Punkte holten auch Lauberhorn-Sieger Bruno Kernen (als 6.) und Ambrosi Hoffmann (7.), mit dem Ziel der 400 Punkte vor Augen, die bessere Startbedingungen generieren können. "Die Abfahrt ist für mich derzeit weniger Angst erregend als ein Slalom", sagte Kernen, der auf Rocca rund 15 Sekunden verlor, "aber wenn es nur um den Slalom gegangen wäre und nicht um die Kombination, hätte ich mehr riskiert."

(Peter A. Frei/sda)

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