Ski alpin: MvGs Abschied vom Kuonisbergli ohne Wehmut
publiziert: Montag, 13. Jan 2003 / 22:59 Uhr

(Si) Seit Oktober läuft die Abschiedstour von Michael von Grünigen in dessem 14. Weltcupjahr, heute tritt er - mit Hermann Maier als Ehrengast - zum letzten Mal am Adelbodner Kuonisbergli an, wo er 1996 siegte und schon dreimal Zweiter war.

Michael von Grünigen.
Michael von Grünigen.
"Für mich ist das ein Rennen wie jedes andere", sagt MvG, bei dem der letzte Weltcup-Auftritt im eigenen Land keine besonderen Emotionen auslöst. Schliesslich findet ja auch noch eine WM im eigenen Land statt... Wenn nicht die Journalisten ihn ständig darauf ansprächen, würde er gar nicht merken, dass es das letzte Rennen sei: "So hatte ich gar keine Zeit, wehmühtig zu werden."

"Es wäre schön, mit einem Rang auf dem Podest oder in der Nähe des Podestes abzuschliessen", meinte von Grünigen, "aber auch sonst werden diese Rennen weitergehen, halt ohne mich." Auch bezüglich der Rückkehr von Hermann Maier gibt sich von Grünigen, dessen Duelle mit dem "Herminator" legendär waren, unverbindlich: "Ich hoffe, dass es ihm gelingt, an die Spitze zurückzukehren. Doch beurteilen, wozu er imstande ist, kann ich mit dem besten Willen nicht."

Hermann Maier selbst dämpft die Erwartungen: "Mit nur sechs Tagen Stangentraining kann man nicht erwarten, dass ich aufs Podest fahre. Bei meinem Comeback handelt es sich einfach um einen Versuch." Für Adelboden leistete Maier mit seiner Rückkehr auf jeden Fall unbezahlbare PR. Sogar der US-Sender CNN nahm davon Notiz, mit einer Filmsequenz aus den frühen Neunzigerjahren -- mit dem Matterhorn im Hintergrund.

Maier stellte mit seinem Auftritt die beiden momentanen Weltcup-Dominatoren Stephan Eberharter und Bode Miller in den Schatten -- zumindest noch vor dem Rennen. "Ich kann mir nicht vorstellen, dass Hermann zurückkehrt, ohne sich gründlich vorbereitet zu haben", bemerkte Eberharter, "was herauskommt, werden wir sehen".

Nicht zum engsten Favoritenkreis zählt diesmal Vorjahressieger Didier Cuche, zumindest aus seiner Optik: "Ich bin nicht so in Form wie letztes Jahr, dass ich an den Sieg denken kann. Aber einen Platz unter den ersten fünf traue ich mir zu. Im Dezember musste ich noch kämpfen, um unter die ersten 15 zu kommen. Der 5. Platz in der Abfahrt von Bormio gibt mir Auftrieb."

Seit 1996, als von Grünigen gewann, gab es mit einer Ausnahme in jedem Rennen mindestens einen Schweizer Podestplatz. Beim letzten Riesenslalom in Kranjska Gora brachten dagegen die Schweizer erstmals seit zehn Jahren keinen Athleten in die Top Ten. Das ruft -- im letzten Riesenslalom vor den WM in St. Moritz -- nach einer Korrektur. Hinter MvG und Cuche ist Didier Defago zur Nummer 3 avanciert; der Romand kommt dem Podest immer näher. 9 - 11 - 10 - 6 - 13 waren seine bisherigen Ränge, in einzelnen Läufen klassierte er sich bereits in den ersten drei. Wenns zusammenpasst, ist für ihn auch in dieser Diszplin (nach dem Super-G) ein Podestplatz möglich.

Tobias Grünenfelder (13.) und Ambrosi Hoffmann (19.) versuchen, ihre bisherigen Bestresultate zu übertreffen, und mit Bruno Kernen kehrt einer temporär zum Riesenslalom zurück, der letztmals vor drei Jahren in der Disziplin aktiv war (und entsprechend mit einer der höchsten Nummern starten muss).

Die Organisatoren um Rennleiter Hans Pieren haben es trotz Schneemangels bis vor wenigen Tagen mit einer Million Liter Wasser geschafft, wieder einmal eine Piste herbeizuzaubern, die höchsten Ansprüchen genügt -- falls der angekündigte Neuschneefall nicht alles wieder zunichte macht.

(fest/sda)

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