Ski alpin: Perfekter WM-Auftakt für Schweizer Ski-Nachwuchs
publiziert: Dienstag, 4. Mrz 2003 / 20:29 Uhr

(Si) Dem Schweizer Ski-Nachwuchs ist an den Junioren-WM in Serre Chevalier (Fr) ein perfekter Auftakt gelungen. Tamara Wolf (Celerina) und Daniel Albrecht (Fiesch) gewannen Abfahrts-Gold, zusätzlich holte sich Marc Berthod (St. Moritz) noch Bronze.

Albrecht und Wolf haben prominente Schweizer Vorgänger, die beim Nachwuchs Abfahrts-Weltmeister wurden. Der 19-jährige Walliser reiht sich bei Ambrosi Hoffmann (1996), Urs Lehmann (1987) und William Besse (1986) ein. Die letzte Abfahrts-WM-Medaille für die Schweiz gewann Silvan Zurbriggen, der vor zwei Jahren in Verbier Zweiter wurde.

Die erst 17-jährige Wolf, die noch zweimal an Junioren-Titelkämpfen teilnehmen darf, folgt den Spuren von Fränzi Aufdenblatten (2000) und Sylviane Berthod (1995). Céline Dätwyler, die sogar zweimal Weltmeisterin wurde (1991/1992), hat den Durchbruch nie geschafft. Gleichzeitig beide Abfahrtstitel zu gewinnen, dies ist den Schweizern zuvor aber noch nie gelungen.

Wolf mit Trainings-Bestzeiten

Während Albrecht und Berthod in den beiden Trainings nicht zu den Allerbesten gehörten, deutete sich zumindest der Erfolg Wolfs bereits am Vortag an. Die Bündnerin, die auf diese Saison in die Junioren-Nationalmannschaft aufstieg, hatte zweimal Bestzeit aufgestellt. Im ersten Training war Wolf, die vor Serre Chevalier erst drei Europacup-Abfahrten bestritt und im Sommer vor allem Slalom trainierte, sogar eine Sekunde schneller als die Konkurrenz.

"Danach sind alle zu mir gekommen und haben mich gefragt, welches Tor ich denn ausgelassen hätte", erzählte Wolf, "doch ich hatte alle Tore korrekt passiert." Sie sei danach aber nervös geworden, so Wolf, und habe bis zum zweiten Training mit niemandem mehr gesprochen. "Ich wollte zuerst zeigen, dass meine Bestzeit kein Zufall war. Trotz einiger Fehler ist mir dies auch gelungen."

Im Rennen gings dann allerdings knapper zu als im ersten Training. Wolf, die nächsten Sommer das Sportgymnasium Davos abschliesst, musste mit der Nummer 5 als Erste der Favoritinnen starten. Danach scheiterten der Reihe nach die Weltcup-erprobten Julia Mancuso (USA), die dreifache Weltmeisterin des Vorjahres, Lindsey Kildow (USA) sowie Maria Riesch. Die Deutsche holte in diesem Winter schon über 200 Weltcuppunkte und stand in Lenzerheide als Kombinations-Dritte bereits einmal auf dem Podest. "Ich kanns kaum glauben", sagte Wolf, die Kildow um sieben Hundertstel und Mancuso um deren zwölf distanzierte. "Vor einer Woche sah ich diese Fahrerinnen noch im Fernsehen und mir gedacht: Wow, so möchte ich auch fahren können."

Medaillen für "St. Moritzer"

Die beiden B-Kader-Fahrer Daniel Albrecht und Marc Berthod nehmen in Serre Chevalier bereits an ihren zweiten Weltmeisterschaften innert eines Monats teil. Die beiden 19-Jährigen durften in St. Moritz bei den "Grossen" bereits den Slalom bestreiten. Berthod startete zudem auch in der Kombination, in welcher er ohne Fehler im zweiten Lauf des Slaloms zweifelsohne einen Top-Ten-Rang belegt hätte. Albrecht hat sich einen weiteren Weltcup-Auftritt noch in dieser Saison verdient. Er, wie auch Wolf, darf als Junioren-Weltmeister in einer Woche beim Weltcup-Final in Lillehammer (No) starten.

Albrecht holte sich den Sieg auf der Piste Luc Alphand im schwierigen Schlussabschnitt, wo er Bestzeit fuhr. Bei der Zwischenzeit nach 46 Sekunden lag der Walliser nur an achter Stelle, fast eine halbe Sekunde hinter dem Führenden Mario Scheiber zurück. Der Österreicher schied aber beim drittletzten Tor nach einem Innenski-Fehler aus. "Ich spürte, dass ich viel schneller bin als im Training. Da ging ich gleich noch etwas tiefer in die Hocke", sagte Albrecht. Der Fiescher kommt wie Wolf von den technischen Disziplinen, er ist aber schon seit längerem ein Allrounder. Vor einem Jahr in Tarvisio (It) wurde er in drei Disziplinen WM-Fünfter. "Ich wusste, dass an dieser WM eine Medaille drinliegt", sagte Albrecht.

Berthod holte sich bereits seine zweite WM-Medaille. Im vergangenen Jahr wurde er im Slalom Zweiter, zu Gold fehlten ihm 27 Hundertstel. "Weil ich schon eine Medaille habe, konnte ich hier das ganze ruhig angehen", sagte Berthod. "Ich hatte ein gute Fahrt, besser als in den Trainings. Von den Europacuprennen her wusste ich, dass ich mithalten kann und erhoffte mir natürlich wieder einen Podestplatz." Diesmal fehlten dem Bündner, der in Davos die gleiche Klasse wie Tamara Wolf besucht, 0,35 Sekunden zu Platz eins. Allerdings hatte Berthod auch das nötige Glück, denn weniger als einen Zehntel hinter ihm klassierten sich gleich fünf Fahrer.

(Valentin Oetterli, Serre Chevalier /sda)

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