Die Österreicher dominierten das 3. Hahnenkamm-Training
Ski alpin: Schweizer blieben in der Mausefalle stecken
publiziert: Donnerstag, 18. Jan 2001 / 16:01 Uhr / aktualisiert: Donnerstag, 18. Jan 2001 / 17:27 Uhr

Kitzbühel - Gleiches Bild im Hahnenkamm-Training wie am Vortag: Vereinzelte Ausländer wie Lasse Kjus und Kristian Ghedina kämpfen gegen die österreichische Übermacht. Und wie am Mittwoch vermochte Bruno Kernen als einziger Schweizer mitzuhalten. Der Berner verlor als Siebenter 0,72 Sekunden auf Hannes Trinkl.

Kernen war damit erneut der einzige aus den Teams von Fritz Züger und Osi Inglin in den Top-ten. Mit Didier Cuche, Silvano Beltrametti, Franco Cavegn und Didier Defago kamen vier weitere in die Ränge 14 bis 20. Eigenartigerweise verloren alle Schweizer im oberen, technisch sehr schwierigen Teil mit Mausefalle und Steilhang am meisten Zeit, obwohl sie sehr gute Techniker sind. Nach dem Startabschnitt Mausefalle befand sich noch keiner unter den ersten 20, und alle verloren dort über eine halbe Sekunde auf den Abschnittschnellsten Lasse Kjus.

Kernen (Mausefalle 22.) hat dafür eine mögliche, persönliche Erklärung: «Dort oben hat es viele Rippen. Vielleicht stehe ich unbewusst nicht nicht hundertprozentig auf dem Ski, weil sich die Schläge auf mein linkes Knie übertragen.» Dieses ist inzwischen sieben Mal operiert worden. Und Silvano Beltrametti (oben 33.!) sagt: «Die Ideallinie habe ich noch nicht gefunden, obwohl mir diese Passage eigentlich liegen müsste.»

Cuche war in der Mausefalle exakt gleich langsam wie Kernen (22.), und ganz extrem ist das Missverhältnis zwischen oberem und unterem Streckenteil bei Franco Cavegn: Bis zur Steilhang-Ausfahrt nach einer halbe Minute war der Routinier 46. (!) mit zwei Sekunden Rückstand, auf der übrigen Strecke verlor er nur noch 32 Hundertstel. Im Finish am ultraschnellen Hausberg mit Tempi von 136 km/h war Kernen der Zweit- und Beltrametti der Drittschnellste. «Ich liebe zwar so hohe Tempi nicht sonderlich», erklärte Beltrametti, «aber Fritz Züger sagt immer: Es ist gut, wenn man zu schnell ist. Dann kann man nicht mehr bremsen...»

Nach Pepi Strobl und Stephan Eberharter ist Hannes Trinkl der dritte Österreicher, der Trainingsbestzeit erzielte und mit 1:57,14 eine neue Saisonbestmarke setzte. Hermann Maier, der in einer Kitzbüheler Abfahrt noch nie auf dem Podest stand, hatte erneut Mühe und kam über den 8. Platz nicht hinaus, noch zwölf Hundertstel hinter Kernen. «Ich bin weit von einer optimalen Fahrweise entfernt», meinte der Herminator. «Auf der 'Streif' brauche ich noch Zeit. Ich bin skeptisch, ob das heuer noch aufgeht.» Stephan Eberharter verzichtete wie Paul Accola auf das Abschlusstraining.

Am Freitag werden die Hahnenkamm-Rennen in Kitzbühel mit dem Super-G eröffnet. In dieser Disziplin ist Vorjahressieger Hermann Maier hoher Favorit. Die einzigen Schweizer Top-ten-Klassierungen in den bisherigen zwei Rennen erzielten Didier Cuche (7.) und Didier Defago (10.).

(sda)

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