In Maribor fehlte zu einem neuerlichen Schweizer Doppelerfolg wenig
Ski alpin: Sonja Nefs vierter Streich
publiziert: Samstag, 6. Jan 2001 / 17:43 Uhr

Maribor - Sonja Nef ist im Riesenslalom zur Zeit das Mass aller Dinge. Die Appenzellerin entschied in Maribor (Sln) auch ihr Lieblingsrennen für sich und feierte ihren bereits vierten Weltcup- Sieg in dieser Saison - den dritten in Folge. Die nach dem ersten Lauf führende Corinne Rey-Bellet wurde Vierte.

«Siege sind immer schön», sagte Sonja Nef nach ihrem insgesamt achten Weltcup-Erfolg, «doch hier in Maribor ist es für mich etwas Besonderes.» Nicht die grossartige Stimmung, die jeweils in der Skistation nahe der österreichischen Grenze herrscht, und auch nicht der Hang am Pohorje, der bei frühlingshaften 15 Plusgraden den Fahrerinnen alles abverlangte, sind die Gründe dafür, sondern die Erinnerung an ihren allerersten Podestplatz im Weltcup. Auf den Tag genau vor fünf Jahren war sie Zweite geworden -- genau so wie in den letzten zwei Wintern auch. «Dazu kommt, dass ich auf dieser Strecke auch in weniger erfolgreichen Zeiten ansprechend gefahren bin.»

Sie selbst will von einer Vorentscheidung nichts wissen, doch bei einem Blick auf die Disziplinen-Wertung wird auch Sonja Nef selber feststellen, dass sie mit ihrem neuerlichen Triumph einen grossen Schritt Richtung Riesenslalom-Weltcup getan hat -- zumal die sechste Saisonprüfung ganz nach ihrem Gusto verlaufen ist. Die Österreicherin Michaela Dorfmeister, zuvor ihre erste Verfolgerin, schied schon im ersten Lauf aus, und die neu an zweiter Stelle liegende Schwedin Anja Pärson musste sich mit Rang 23 bescheiden, so dass Sonja Nef drei Rennen vor Schluss 188 Punkte aufweist. «Sicher ist es ein grosses Polster», sagt die Gruberin dazu, «doch in der vergangenen Saison war Michaela Dorfmeister ähnlich weit voraus gelegen -- und trotzdem war es am Ende doch noch einmal knapp geworden.»

Rey-Bellet Erste, Nef Zweite -- das Zwischenklassement nach dem ersten Durchgang liess auf die Wiederholung des Ergebnisses im letzten Riesenslalom vor dem Jahreswechsel hoffen, als die beiden am Semmering für den ersten Schweizer Doppelerfolg in einem Frauen- Riesenslalom seit über sechs Jahren gesorgt hatten. Dass sie diesmal allerdings hinter ihrer Teamkollegin zurücklag, motivierte Sonja Nef zusätzlich. «Ich wollte nicht, dass sie gewinnt», gab sie offen zu. Sonja Nef nennt es «natürlichen Konkurrenzkampf», was zwischen ihr und Corinne Rey-Bellet entfacht ist. Das hinderte die erfolgreichsten Schweizer Skidamen der Gegenwart indes nicht daran, den zweiten Lauf gemeinsam zu besichtigen -- und sich über das Befahren einzelner Torkombinationen zu unterhalten.

Die Enttäuschung darüber, dass es nach erstmaliger Führung in einem Riesenslalom nicht auch zum ersten Sieg in dieser Sparte gereicht hat, hielt sich bei Corinne Rey-Bellet in Grenzen. «Wichtig ist für mich vor allem, dass ich im 'Riesen' meine Konstanz wieder gefunden habe», sagte die Walliserin, die Platz 3 um 16 Hundertstel verpasste. Nervöser als sonst sei sie vor dem zweiten Lauf nicht gewesen. «Ich wollte einfach noch einmal mein Bestes geben. Leider hat es diesmal nicht ganz geklappt.»

Wie Corinne Rey-Bellet führte auch Lilian Kummer ihren Aufwärtstrend fort. Die 25-Jährige von der Riederalp liess dem 9. Rang am Semmering einen 13. folgen und sicherte sich damit ebenfalls die Teilnahme an den Ende Januar beginnenden Weltmeisterschaften in St. Anton. Marlies Oester dagegen verpasste in ihrem ersten Weltcup-Riesenslalom in diesem Winter mit Platz 50 die Qualifikation fürs Finale deutlich.

Die Italienerin Karen Putzer war in den vorangegangenen Riesenslaloms immer zwischen den Positionen 5 und 12 klassiert, nun egalisierte sie als Zweite ihr bisheriges Bestresultat in dieser Disziplin wie die drittplatzierte Renate Götschl. Den gleichen Rang hatte die Steirerin -- erstmals -- schon Mitte Dezember in Sestriere erreicht.

(sda)

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