Ski alpin: Weltcup-Finals mit 6 Entscheidungen
publiziert: Montag, 8. Mrz 2004 / 16:37 Uhr / aktualisiert: Montag, 8. Mrz 2004 / 18:47 Uhr

Zum zweiten Mal nach Bormio 2000 finden in der Olympia-Region Turin Wettkämpfen in vier verschiedenen Sparten statt. Im Zentrum stehen die alpinen Weltcup-Finals in Sestriere mit sechs Entscheidungen.

Hermann Maier führt den Gesamtweltcup mit 67 Punkten Vorsprung auf Bode Miller an.
Hermann Maier führt den Gesamtweltcup mit 67 Punkten Vorsprung auf Bode Miller an.
Der Kampf um den Gesamtweltcup war noch nie so spannend. Mit Hermann Maier (1165 Punkte), Bode Miller (1098), Stephan Eberharter (1083) und Benjamin Raich (1063) können sich im Weltcup-Finale noch vier Athleten Chancen auf die grosse Kristallkugel ausrechnen. Fällt die Entscheidung sogar erst im letzten Rennen?

Bei den Frauen steigt Anja Pärson mit einer Reserve von 173 Zählern auf Renate Götschl in die letzten vier Rennen, von denen sie auf das erste verzichtet. Nachdem die Schwedin in den bisherigen vier Abfahrten, die sie in diesem Winter bestritt, über einen 21. Rang nicht hinausgekommen war, überlässt sie Götschl in dieser Disziplin das Feld.

Eberharter, Maier und Pärson bereits Sieger

Offen sind auch noch die Entscheidungen im Slalom und Riesenslalom der Männer sowie in den Speed-Bewerben der Frauen. Dagegen stehen Stephan Eberharter (Abfahrt), Hermann Maier (Super-G) sowie zweimal Anja Pärson (Slalom und Riesenslalom) bereits als Disziplinensieger fest. Am spannendstens ist es im Frauen-Super-G, wo mit Renate Götschl (431), Carole Montillet (402) und Hilde Gerg (345) noch drei Fahrerinnen für die kleine Kugel in Frage kommen. Hilde Gerg mischt auch noch in der Abfahrt mit, doch müsste sie mindestens Zweite werden, um Götschl noch zu überholen.

Bei den Männern ist Kalle Palander zweifacher Herausforderer. Im Slalom muss er mindestens Dritter werden, um den mit 55 Punkten Vorsprung führenden Rainer Schönfelder noch zu stellen und seinen Titel zu verteidigen. Im Riesenslalom braucht der Finne mindestens einen zweiten Platz, um Bode Miller zu übertreffen.

Die Schweizer spielen im Kampf um die Kristallkugeln keine Rolle mehr. Zum ersten Mal seit der Weltcup-Urzeit 1969 steht kein Schweizer und keine Schweizerin auf einem Weltcup-Disziplinenpodest.

Starke Nadia Styger im Training

Zumindest einen Podestplatz in einem einzelnen Rennen strebt Nadia Styger an. Im Absschlusstraining zur Abfahrt war nur die junge Amerikanerin Lindsey Kildow (43/100 Sekunden) schneller als die Schwyzerin. Styger klassierte sich in diesem Winter -- in drei verschiedenen Disziplinen -- schon zehnmal in den Top Ten, war schon Vierte, Fünfte und Sechste, aber noch nie auf dem Podest. "Ich muss mit meiner Saison zufrieden sein, aber einmal unter die ersten drei möchte ich schon noch gerne".

Die Trainingsbeste Lindsey Kildow ist zweimalige Vizeweltmeisterin bei den Juniorinnen, 2003 hinter der St. Moritzerin Tamara Wolf, 2004 hinter Maria Riesch. Den überzeugendsten Eindruck hinterliess aber Isolde Kostner, die bis zur letzten Zwischenzeit mit Abstand die Schnellste war. Die übrigen Schweizerin vermochten nicht ganz mitzuhalten. Fränzi Aufdenblatten verlor als nächstbeste im 14. Rang über zwei Sekunden. Die Frauen-Abfahrt auf dem Männer-Trassee "Banchetta Nasi" ist mit einer Fahrzeit von 1:45 Minuten die längste des Winters und fordert den Finalisten technisch und konditionell alles ab.

Kernens Rückkehr auf die WM-Piste

Am Dienstag bestreiten die Männer auf der WM-Piste von 1997, wo Bruno Kernen Weltmeister wurde, ihren einzigen Trainingslauf. Beide Abfahrten finden am Mittwoch statt, die Super-G am Donnerstag und -- nach einem Ruhetag -- am Freitag, die technischen Bewerbe am Wochenende.

Neben den Alpinen tragen ab Dienstag in den künftigen Olympia-Orten Bardonecchia, Sauze d´Oulx und Pragelato auch die Skiakrobaten, Snowboarder und Langläufer ihre Weltcup-Wettkämpfe aus. Und selbst Turin erlebt mit einem Big-Air-Event am Samstagabend erstmals einen olympischen Vorgeschmack.

(bert/Si)

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