Ski nordisch: Reto Burgermeister nutzte seine Chance - 2.!
publiziert: Samstag, 25. Jan 2003 / 17:23 Uhr

(Si) Dem in den letzten Wochen so arg gebeutelten Schweizer Langlauf hat Reto Burgermeister (28) in Oberhof (De) einen Glanzpunkt entgegen gesetzt. Der Zürcher Oberländer erreichte im Massenstartrennen über 15 km sensationell den 2. Platz.

Reto Burgermeister kann sich freuen.
Reto Burgermeister kann sich freuen.
Gegen Matthias Fredriksson vermochten die Konkurrenten am Grenzadler nichts auszurichten. Zwischen zwei Wettkämpfen der schwedischen Meisterschaft feierte der Schwede seinen zweiten Weltcup-Triumph dieses Winters. Fredriksson drückte stets auf Tempo und setzte sich durch, obwohl er bei halber Distanz nach einem Zwischenfall mit Andrus Veerpalu (Est) gar zu Boden musste.

Nach der letzten Steigung 2 km vor dem Ziel sahen die restlichen Gegner auch nur noch den Rücken Reto Burgermeisters. Nachdem der Maurer gemerkt hatte, dass er ausgezeichnet mit den Konkurrenten mithielt, riskierte er am Schluss alles. Mit lediglich 5,6 Sekunden Rückstand auf Fredriksson gelang Burgermeister die Sensation, die ihn auf die gleiche Stufe mit Andy Grünenfelder und Giachem Guidon bringt. Grünenfelder war am 27. Februar 1988 in Canmore (Ka) über 50 km Zweiter geworden. Guidon hatte den gleichen Erfolg schon am 9. März 1985 in Falun (Sd) über 30 km gefeiert. In der jüngeren Vergangenheit hatte nur Patrik Mächler Ende Dezember 1998 beim Sprint in Engelberg als Dritter den Sprung auf das Podium geschafft. Jener Wettkampf kann allerdings nicht mit Oberhof verglichen werden.

"Gegen Schluss des Wettkampfes habe ich meine Chance gesehen und die Flucht nach vorne angetreten. Der ganze Körper schmerzte mich, aber ich sagte mir, dass ich meine Position so lange wir nur irgendwie möglich verteidigen werde. Erst auf der Ziellinie habe ich geglaubt, dass ein Traum Wirklichkeit geworden ist. Dieser Erfolg ist eine Entschädigung für all meinen Aufwand, den ich mit dem Langlauf betreibe", hielt Reto Burgermeister im Ziel fest. Der Wahl-Davoser stand bisher mit zwei 9. Rängen als Weltcup-Bestleistung zu Buche. Den 9. Platz hatte Burgermeister auch in Salt Lake City über 15 km belegt.

Vor 14 Tagen hatte Burgermeister noch gehadert und geschimpft. Da war er in Otepää (Est) ebenfalls in einem Massenstartrennen an den Start gegangen und wegen Problemen mit der Skiwahl und -präparation weit unter seinem Wert geschlagen worden. "Jetzt ist mir die Revanche für diese Enttäuschung gelungen", freute sich "Burgi" in Oberhof.

Trotz jenem Tiefschlag liess sich Reto Burgermeister nicht ins Bockshorn jagen. Dass seine Form stimmte, bewies er am vergangenen Dienstag mit dem Gewinn des nationalen Meistertitels über 30 km. "Von diesem Einsatz hatte ich mich gut erholt, was für mich ein Zeichen dafür darstellte, dass ich mich einer guten Verfassung erfreue", stellte der Zürcher Oberländer im Rückblick fest. Dass das Teilnehmerfeld nur 49 Athleten umfasste, weil die Russen und Finnen und neben Fredriksson alle Schweden fehlten, anerkannte Burgermeister durchaus. Anderseits wird in wenigen Wochen kaum mehr jemand nach der Beteiligung in Oberhof fragen. Und im Thüringer Wald gelang ihm dieser Exploit, obwohl er kurz nach dem Start in ein Gerangel mit Tobias Angerer (De) verwickelt war und darum kämpfen musste, den Anschluss zur Spitzengruppe wieder zu schaffen.

Beim Erfolg von Reto Burgermeister trat in den Hintergrund, dass der aus dem Kader von Swiss-Ski ausgeschiedene, 31-jährige Beat Koch als 17. seine Anwartschaft auf ein WM-Aufgebot anmeldete. "Ziel erreicht" hiess es auch für Andrea Huber, die unter 30 Teilnehmerinnen des Frauenrennens über 10 km als 15. klassiert wurde, nachdem die Bündnerin zuerst Schlimmes befürchtet hatte, weil ihre Ski etwas rupften.

Von ihrem besten Rennen dieser Saison in der klassischen Technik sprach Bente Skari. Die Norwegerin lief ihren eigenen Rhythmus, der für die Konkurrentinnen zu hoch war. Skari feierte so ihren 36. Weltcup-Triumph. In diesem Winter blickt sie nun auf acht Siege zurück, womit sie ihre eigene Bestleistung überbot. 1999 und letztes Jahr hatte sie sich mit sieben Erfolgen begnügen müssen.

(Toni Nötzli/sda)

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