Ski nordisch: Simon Ammann fliegt weiter Economy Class
publiziert: Sonntag, 19. Jan 2003 / 19:01 Uhr

(Si) Simon Ammann hob in Zakopane nur für Kurzstreckenflüge ab. Der 21-jährige Toggenburger holte in Zakopane als 30. des ersten Springens bloss einen Weltcup-Punkt, im zweiten Wettkampf verfolgte er den Final nach Rang 39 im ersten Durchgang als Zuschauer.

Business Class: Sven Hannawald.
Business Class: Sven Hannawald.
Sven Hannawald stahl dem polnischen Volkshelden Adam Malysz zweimal die Show. Der aus der früheren DDR stammende Schwarzwälder verwies Florian Liegl zweimal auf den 2. Platz, Lokalmatador Malysz wurde jeweils Dritter.

Dass die Schweizer nach der Vierschanzentournee nicht nach Liberec (Tsch) gereist waren und sich stattdessen in St. Moritz in aller Ruhe um ihre Defizite kümmerten, brachte nicht die erhoffte Steigerung. Obwohl im Training viel an der vorentscheidenden Anlaufphase gearbeitet wurde, waren die Swiss-Ski-Athleten auch in der polnischen Spur die Langsamsten. Ammann steht schlecht auf dem Ski, bringt keinen Druck auf den Schanzentisch -- Probleme, gegen die der Doppel-Olympiasieger seit Saisonbeginn ankämpft. Die Zuversicht, eine Lösung zu finden, ist ungebrochen. "Da ich weiss, dass ich ganz weit nach vorne springen kann, will ich mich nicht verrückt machen lassen. Ich bin voller Energie und wahnsinnig motiviert, muss nur die richtige Schublade aufmachen können", sagt Ammann. Mehr als Durchhalteparolen? Ausser in Garmisch, wo Ammann am Neujahrstag als Sechster ein Lebenszeichen von sich gegeben hatte, sprang er in der nacholympischen Saison noch nie in die Top 20. In 14 Anläufen hat der Sieger des Holmenkollen-Springens 2002 nur acht Mal die Finalqualifikation geschafft.

Ammanns Trainer Berni Schödler hätte ein Rezept für sein Aushängeschild zur Hand: "Simon müsste jetzt im Prinzip für ein Team springen, dem es läuft. Dann würde sich der Erfolg wieder einstellen. In unserer Mannschaft, die momentan zu wenig lebt, lastet der ganze Druck auf ihm." Tatsächlich ist niemand da, der für Ammann in die Bresche springen könnte. Andreas Küttel, von dem man sich nach seinem 6. Platz an den Olympischen Spielen einiges erhofft hat, wurde am Samstag 50. und Letzter, am Sonntag verpasste er die Qualifikation für den Wettkampf um über 15 Punkte. Sylvain Freiholz und Marco Steinauer mussten Zakopane gar mit null Wettkampfsprüngen verlassen und werden die kommenden Springen in Japan auslassen. Ammann und Küttel werden von Continental-Cup-Trainer Arnaud Bousset (Fr) nach Hakuba und Sapporo begleitet, Berni Schödler kümmert sich um die zwei grössten seiner vier Sorgenkinder.

Hannawald: "Das schönste Wochenende meiner Karriere"

Am anderen Ende der Skala thront derzeit Sven Hannawald. Der Musterschüler von Reinhard Hess und Wolfgang Steiert gewann an beiden Tagen deutlich und sprach hinterher vom schönsten Wochenende seiner Karriere. "Das werde ich nie vergessen -- ein absoluter Traum." Im Gegensatz zum letzten Jahr, als ihn fanatische Supporter seines Konkurrenten Adam Malysz mit Gegenständen beworfen hatten, wurde "Hanni" von den 50 000 Zuschauern im Hexenkessel gefeiert wie ein Einheimischer. Ein Malysz gewidmetes Transparent mit der Aufschrift "Adam 140" hatte sich Hannawald am Samstag zu Herzen genommen. "Ich habe abgehoben wie ein Flugzeug", meinte Hannawald nach dem Rekordflug auf exakt 140 m. In der Gesamtwertung hat er bis auf 52 Punkte zu Tourneesieger Janne Ahonen (in Zakopane 20. und 6.) aufgeschlossen. Doch dieses Klassement hat für den zum WM-Top-Favoriten aufgestiegenen Team-Olympiasieger sekundäre Bedeutung. Weil er wie Teamkollege Martin Schmitt und Andreas Goldberger (Ö) nicht nach Asien reist, wird sein Rückstand wieder anwachsen.

Florian Liegl fügte dem 2. Platz von Innsbruck zwei weitere hinzu. "Mein erster Sieg ist nicht nur eine Frage der Zeit, sondern auch eine des Glücks." Der knapp 20-jährige Schlacks (mit 1,94 m grösster Weltcup-Athlet) bewies nicht nur sportliche Klasse. Gefragt, wie er sich mitten unter den Grossen der Szene fühle, entgegnete Liegl: "Gross sind nur ihre Namen. Sonst reichen sie mir höchstens bis zur Brust."

Adam Malysz (25) der im Vorjahr das zweite Heim-Springen und den Gesamtweltcup gewonnen hatte, muss weiterhin auf den ersten Sieg des Winters warten. "Wenn ich zweimal Dritter werden kann, kann ich auch gewinnen."

(fest/sda)

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