Skiefliegen:
Skiflug-Weltcup: Flügellahme Schweizer in Bad Miterndorf
publiziert: Freitag, 18. Feb 2000 / 21:32 Uhr

Bad Mitterndorf - Beim Skiflug-Weltcup in Bad Mitterndorf (Ö) hat sich keiner der drei Schweizer für den heutigen Wettkampf qualifizieren können. Zu allem Überfluss wurde Bruno Reuteler noch disqualifiziert, weil die Vorderskilänge nicht dem Reglement entsprach. Der WM-Dritte Janne Ahonen sorgte mit einem Flug auf 201 m für die Tagesbestweite.

Si. Reuteler (154,5 m), Andreas Küttel (153,5) und Marco Steinauer (138) gingen zu wenig entschlossen über den grössten Natur- Flugbakken der Welt. Reuteler, bei dem die Vorderskilänge um 3 mm zu lang war, hätte den 37. Rang belegt, wäre also nur zwei Positionen neben der Qualifikation gelandet. Mit dieser schwachen Ausbeute ist es in dieser Saison nun erstmals Tatsache geworden, dass kein einziger Schweizer die Qualifikationshürde geschafft hat.

Rekord für Ahonen
Mit dem Flug auf 201 m erzielte Janne Ahonen einen persönlichen Rekord. Seine bisherige Bestmarke von 200 Metern hatte der Finne 1996 ebenfalls in Bad Mitterndorf am Kulm aufgestellt. Am zweitweitesten sprang der Weltcup-Leader Martin Schmitt, der auf 193,5 m kam. Der 22-jährige Deutsche sprang mit einem neuen Ski, dessen Belag erst in der Nacht vor der Qualifikation geschliffen und gewachst worden war. Weltmeister Sven Hannawald begnügte sich mit einem Flug auf 190,5 m, zeigte sich aber für den Wettkampf zuversichtlich.
Wie schon am letzten Wochenende bei der WM in Vikersund (No) gab es auch am Kulm mit der Anlaufspur Schwierigkeiten. Im ersten Trainings-Durchgang stürzte der WM-Zweite Andreas Widhölzl, weil die Spur am Tisch ausgeschlagen war. Im zweiten Durchgang kam der Slowene Jure Radelj zu Fall, so dass dieser Umgang nach 16 Springern abgebrochen werden musste. Die Spur wurde nachher repariert und vor allem tiefer ausgefräst. Dies sorgte für eine rund anderthalbstündige Verzögerung. «Bei den hohen Anlaufgeschwindigkeiten von über 100 km/h beim Skifliegen schlagen die moderneren und weicheren Skispitzen mehr, so dass nur ein Schlag genügt, dass die Spurkante zerstört wird», nannte der FIS- Renndirektor Walter Hofer den Grund für die Beschädigungen.

Bald auf Porzellan?
Gemäss Reglement muss die Anlaufspur 1,5 cm tief gefräst werden. Dies genügt aber offenbar mit dem neuen Material nicht mehr. Das FIS-Sprunglauf-Komitee muss da am Saisonende über die Bücher. «Ich habe schon beim Saisonbeginn in Kuopio gesagt, dass wir wohl in Zukunft auch im Winter auf der Porzellanspur werden springen müssen», sagte Hofer. Eine am Tisch zu wenig gut präparierte Anlaufspur hatte in diesem Winter bei den bisher 18 Weltcup- Wettbewerben schon mehrmals zu Problemen geführt.

(ba/sda)

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