Swissair gab Entwarnung
Skiverband von Swissair-Bankrott nicht betroffen
publiziert: Dienstag, 2. Okt 2001 / 16:59 Uhr / aktualisiert: Dienstag, 2. Okt 2001 / 17:19 Uhr

Bern/Zürich - Der Bankrott der Swissair hat für den Schweizerischen Skiverband vorläufig noch keine Konsequenzen. «Für die Olympia- Saison ist gesorgt», sagt Swiss-Ski-Direktor Jean-Daniel Mudry.

Das Schweizer Ski-Nationalteam
Das Schweizer Ski-Nationalteam
Ein Grossteil der gut drei Millionen Franken, die der alpine Hauptsponsor dem Skiverband zahlt, sind bereits überwiesen worden. Das ist knapp 20 Prozent des Jahresbudgets.

Mudry verkündet die «Entwarnung» als klare Botschaft: «Die Trainer und Athleten können sich auf die Vorbereitung des Winters konzentrieren. Sie sollen gut trainieren und kämpfen -- das andere ist unsere Sache.» Es gibt keine Abstriche am bestehenden Vorbereitungsprogramm, alles läuft auf allen Stufen wie geplant.

Gürtel schon früher enger geschnallt

Schon vor dem Swissair-Debakel mussten die Swiss-Ski-Leute den Gürtel enger schnallen. An der Delegiertenversammlung in Engelberg musste ein Verlust von über 100 000 Franken ausgewiesen werden, obwohl das Geschäftsjahr auf elf Monate reduziert wurde. Geldsorgen bestimmen in der internationalen Ski-Szene zurzeit den Alltag: Den Italienern geht es noch schlechter, die Franzosen können sich nur dank Unterstützung einer Ehemaligen-Gruppe um Luc Alphand einigermassen vernünftig auf die Saison vorbereiten.

Den Skiverband trifft -- trotz laufendem Vertrag bis 2004 -- die Swissair-Entwicklung nicht unvorbereitet. «Wir waren ständig in Kontakt», sagt Mudry, «und haben uns auch mit dem schlechtestmöglichen Fall befasst: null jetzt und auch in Zukunft nichts mehr.» Zahlungstermine waren und sind der 30. Juni 2001 (mit dem grösseren Betrag) und der 31. Januar 2002 (mit dem Restbetrag). Genaue Zahlen will Mudry nicht nennen. Notfalls würde der Restbetrag anderweitig abgedeckt, aber in einem seiner diversen Szenarien könnte sich der Swiss-Ski-Direktor auch vorstellen, dass die Crossair das Swissair-Skisponsoring übernimmt.

Crossair sponsort das schwedische Skiteam

Es wäre in der Tat eine spezielle Situation, wenn die «neue» Schweizer Fluggesellschaft lediglich mit der Konkurrenz der Schweizer Skinationalmannschaft Werbung machen würde. Denn seit letztem Winter sponsort die Crossair das schwedische Skiteam. Ein Flugzeug ist sogar mit Anja Pärson, dem Namen der Slalom- Weltmeisterin, angeschrieben.

Der Sponsoring-Verantwortliche der «alten» Swissair, Bernard Eggen, spricht von einer «äusserst schwierigen Lage. Wir wissen im Moment nicht genau, was abläuft.» Vorsichtshalber sind bereits zahlreiche Sponsoring-Projekte storniert oder gekündigt worden. Das betraf im Kulturbereich Engagements beim Opernhaus, beim Filmfestival Locarno, den Zürcher Festspielen sowie im Sportbereich die beiden Tennisturniere in Zürich und Basel für 2002 sowie das Golf-Turnier in Crans-Montana. Mit Swiss-Ski, Swiss Olympic und IOC, dem nationalen und internationalen Olympischen Verband laufen dagegen die Verträge bis 2004. Da aus diesen auch beträchtliche Einnahmen generiert werden, wäre ein Weiterlaufen denkbar. «Das hängt von der künftigen Marketing-Strategie ab», sagt Eggen, dessen persönliche Zukunft ebenso im Umgewissen ist wie die von Tausenden von Swissair-Mitarbeitern.

Sponsoring-Chef Eggen: Ski-Präsenz ist einzigartig

Zuversichtlich ist Eggen in Bezug auf das alpine Skiteam: «Als Hauptsponsoring sind die Skifahrer für jedes Unternehmen interessant. Es gibt keine Sportler mit einer solchen Präsenz.» Im Winter 2001/02 werden die Skifahrer(innen) mit Bestimmheit in Swissair-Anzügen antreten. Wies dann weitergeht, ist offen. Potente Partner wären u.a. die Swisscom (die für diesen Winter als alpiner Zweitsponsor und als nordischer Hauptsponsor eingestiegen ist) oder auch die Credit Suisse. Die Grossbank (und neue Mitbesitzerin der Crossair) stieg im letzten Winter mit Millionen-Beträgen in den internationalen Skisport ein, ist aber national kaum engagiert. Sie wollte hinter der Swissair nicht die zweite Geige spielen...

(kil/sda)

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