Die Saison beginnt in Kanada
Start zu den ersten Speed-Rennen der Frauen
publiziert: Dienstag, 27. Nov 2012 / 15:14 Uhr
Wird Lara Gut endlich wieder brillieren?
Wird Lara Gut endlich wieder brillieren?

Eine Woche nach den Männern starten in Lake Louise (Ka) auch die Frauen zu ihren ersten Speed-Rennen der Saison.

Am Freitag und am Samstag steht je eine Abfahrt auf dem Programm, am Sonntag folgt der Super-G.

Im Chateau Lake Louise, dem riesigen Hotel-Komplex am gleichnamigen See, in dem während der Weltcuprennen in Kanada der gesamte Ski-Tross untergebracht ist, kam es am Sonntag traditionsgemäss zur grossen Rochade. Die Männer reisten ab in Richtung Beaver Creek, derweil die Frauen am Lake Louise ihre Zimmer bezogen. Damit verbunden ist auch die Hoffnung, die zweite Woche möge aus Schweizer Sicht erfolgreicher ausfallen als die erste. Dem kapitalen Fehlstart der Männer, die in der Abfahrt die grösste Schlappe aller Zeiten bezogen, würden die vom neuen Cheftrainer Hans Flatscher geführten Schweizer Frauen nur allzu gerne etwas entgegen setzen. Flatscher, letzten Winter noch Abfahrtstrainer bei den Männern, ist zuversichtlich, dass sein Frauen-Team gut aufgestellt ist: «Im Speedbereich erwarte ich mir einiges.» Vor allem die Fortschritte, die er zuletzt im Trainings-Camp in Copper Mountain festgestellt hat, bestärken ihn in seiner Meinung. In Colorado gab es zudem auch zwei gut besetzte FIS-Super-G, mit Fahrerinnen aus den USA oder Österreich als Konkurrenz. Die Resultate waren vielversprechend: Das erste Rennen gewann Lara Gut, das zweite Fabienne Suter, die nach einem Kreuzbandriss wie Dominique Gisin den Anschluss wieder herstellen will. «Ob das gleich auf Anhieb gelingt», so Flatscher, «traue ich mich nicht zu sagen. Vielleicht braucht es noch das eine oder andere Rennen. Aber beide sind ganz gewiss auf einem guten Weg.» Dabei sei aber auch ratsam, eine gewisse Vorsicht nicht ausser acht zu lassen. «Es bringt nichts, für eine Trainingsbestzeit Kopf und Kragen zu riskieren.»

Gut gut integriert

Voll des Lobes ist Flatscher über Lara Gut, die sich mit ihrem Privatteam bestens in die Mannschaft integriert habe: «Sie passt sich dem Programm an. Man stellt beiderseits die Sache in den Vordergrund und ich denke, auch unter den Athletinnen herrscht ein gutes Verhältnis.» Flatscher attestiert Lara Gut auch Fortschritte im Gleiten. In den letzten Jahren verlor die Tessinerin auf dem flachen Schlussteil in Lake Louise immer wieder entscheidend Zeit.

Neun Startplätze würden der Schweiz in der Abfahrt zur Verfügung stehen, doch nach dem Ausfall von Martina Schild (Rückenprobleme) werden nur noch acht Fahrerinnen eingesetzt. Das sind neben Gisin, Gut und Suter die routinierte Fränzi Aufdenblatten sowie Nadja Kamer, Marianne Kaufmann-Abderhalden, Mirena Küng und Andrea Dettling. Im Fall von Dettling muss allerdings noch ein Fragezeichen gesetzt werden. Sie stiess in Copper Mountain auf dem Weg zum Start mit einer Russin zusammen und leidet seither unter Kopfweh. «Sie versäumte einige Trainingstage. Ob sie am Freitag im ersten Rennen starten kann, ist noch nicht klar. Die Trainingsläufe wird sie aber bestreiten», sagt Flatscher.

Lindsey Vonn muss jetzt aufdrehen

Aus internationaler Sicht interessiert natürlich vor allem, ob Lindsey Vonn auf 'ihrem' Terrain erneut zuschlagen kann. Letzten Winter gewann sie in den kanadischen Rocky Mountains erstmals alle drei Rennen. In Lake Louise feierte die Amerikanerin im Dezember 2004 den ersten ihrer 53 Weltcupsiegen, und inzwischen steht sie hier dank elf Siegen als einsame Rekordhalterin zu Buch. Allein neun Erfolge schaffte sie in der Abfahrt, womit sie gut ein Drittel aller ihrer Weltcupsiege in dieser Disziplin in Lake Louise herausgefahren hat. Der schöne Gletschersee, benannt nach Prinzessin Louise Caroline Alberta, der vierten Tochter der einstigen britischen Königin Victoria, gilt in Skisportkreisen schon längst als Lake Lindsey.

In diesem Jahr aber braucht Lindsey Vonn Erfolge an ihrem See dringender denn je. Denn nach den ersten vier Rennen des Winters, je zwei Riesenslaloms und zwei Slaloms, hat sie im Gesamt-Weltcup magere 10 Punkte auf ihrem Konto und exakt 300 Zähler Rückstand auf die Slowenin Tina Maze. Starke Beschwerden im Darmbereich, die sie zu einem zweitägigen Klinik-Aufenthalt zwangen, haben ihr den Fehlstart mit eingebrockt. Am vergangenen Wochenende gab sie in Aspen ein (mässig erfolgreiches) Comeback, nun muss sich weisen, ob sie bereits wieder fähig ist, ihre Rolle als Königin von Lake Louise spielen zu können.

(asp/Si)

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