Kritischer Zustand
Super-G-Weltmeisterin Cavagnoud weiter in Lebensgefahr
publiziert: Dienstag, 30. Okt 2001 / 19:10 Uhr

Innsbruck - Die Super-G-Weltmeisterin Régine Cavagnoud schwebt weiterhin in Lebensgefahr. Die Ärzte der Universitätsklinik Innsbruck bezeichneten den Zustand der 31-jährigen Französin als «sehr kritisch» und verzichteten daher zunächst auf eine weitere Operation.

Cavagnoud befinde sich im künstlichen Koma, aber teilweise auch in einem natürlichen Koma, erklärte ein Unfall-Chirurg. Die Dritte des Weltcup-Riesenslaloms vom vergangenen Samstag in Sölden war am Montag im Gletschertraining im österreichischen Pitztal mit dem deutschen Trainer Markus Anwander zusammen geprallt. Sie zog sich dabei schwere Kopf- und Gehirnverletzungen, mehrere Brüche im Gesichtsbereich sowie Quetschungen beider Lungen und der Leber zu. Cavagnoud war am Montag während vier Stunden an Kopf, Brust und Leber operiert worden.

«Die Nachrichten sind alles andere als positiv», erklärte die französische Mannschaftsärztin Marie-Philippe Rousseaux-Blanchi mit Blick auf Cavagnoud: «Ich bin sehr pessimistisch.»

Auch Anwander, dessen Zustand zunächst relativ stabil war, kämpft weiterhin um sein Leben. Der 40-jährige Nachwuchstrainer erlitt einen Schädelbasis- und einen Kieferbruch sowie schwere innere Verletzungen. «Bei ihm haben wir gute Karten. Das Risiko, dass er verstirbt, wird von Tag zu Tag geringer», erklärte der behandelnde Arzt Wolfgang Koller.

Keine gemeinsame Funkfrequenz?

Laut Polizeibericht stiessen Cavagnoud und Anwander mit den Köpfen zusammen und stürzten rund 100 Meter über den letzten Steilhang ab. Beide blieben bewusstlos liegen. Cavagnoud musste sogar nach einem Herzstillstand von ihrem Trainer wiederbelebt werden.

Aus dem Bericht der Behörden geht hervor, dass der Unfall wohl Folge eines tragischen Missverständnisses gewesen sein dürfte. Das französische und das deutsche Team trainierten gemeinsam auf einem vom französischen Cheftrainer ausgeflaggten Abfahrtslauf. Die beiden Cheftrainer hatten vereinbart, dass nach dem vierten Lauf die Strecke abgerutscht wird.

Nachdem die letzte deutsche Läuferin ihre Fahrt beendet hatte, fuhr Anwander demnach in die Piste ein - gerade in dem Moment, in dem Cavagnoud über die unübersichtliche Kuppe gerast kam. «Ein Trainerkollege des Deutschen konnte durch Zurufe den folgenden Zusammenstoss nicht mehr verhindern», hiess es in dem Bericht. Das Fatale: Cavagnoud war da bereits in ihrem fünften Lauf, für den sie von ihren Betreuern Grünes Licht erhalten hatte.

Allerdings ist nicht klar, ob Anwander auch tatsächlich gewusste hatte, dass alle Läuferinnen ihren vierten Lauf bereits absolviert hatten. Es gab offensichtlich Verständigungsschwierigkeiten auf der Piste. Angeblich war keine gemeinsame Funk-Frequenz vorhanden, die eine Absprache zwischen dem Team der Deutschen und der Franzosen möglich gemacht hätte.

(bb/sda)

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