Demission reiflich überlegt
Überraschender Abgang von Pirmin Zurbriggen
publiziert: Donnerstag, 14. Apr 2011 / 20:25 Uhr / aktualisiert: Donnerstag, 14. Apr 2011 / 21:23 Uhr
Pirmin Zurbriggen will sich in Zukunft vermehrt seiner Familie widmen.
Pirmin Zurbriggen will sich in Zukunft vermehrt seiner Familie widmen.

Pirmin Zurbriggen ist am Donnerstag an der Präsidiumssitzung von Swiss-Ski in Muri BE per sofort zurückgetreten. Der 48-jährige Walliser war erst im Juni 2008 an der Delegiertenversammlung in Saas-Fee ins Präsidium des Verbandes gewählt worden.

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Er habe sich diesen Entscheid reiflich überlegt, doch er sei zum Schluss gekommen, dass der Aufwand, um auf nationaler Ebene Veränderungen bewirken zu können, weit über seinem zur Verfügung stehenden Zeitrahmen liege, so Zurbriggen. Der Walliser Hotelier und fünffache Vater will sich in Zukunft wieder vermehrt seiner Familie sowie verschiedenen privaten und beruflichen Projekten widmen.

Am Herzen liegen ihm insbesondere die Förderung und Weiterführung des Projektes «Schule und Schneesport» im Wallis und der Talentschmiede in der Westschweiz. Auch das Amt als Präsident des Walliser Skiverbandes, welches er seit 2004 inne hat, behält der Abfahrts-Olympiasieger von 1988 und je vierfache Weltmeister und Gesamtweltcupsieger bei. «Diese Tätigkeit liegt mir nach wie vor sehr am Herzen und ich werde mich in Zukunft mit noch mehr Freude und Enthusiasmus dafür einsetzen», sagte Zurbriggen.

«Rücktritt für alle überraschend»

Die Demission von Zurbriggen, der innerhalb des Swiss-Ski-Präsidiums jeweils eine kritische Stimme war und der bei den Entscheiden der Verbandsoberen immer auch die Sicht des (ehemaligen) Athleten und des mit der Basis eng verbundenen Teilverbandspräsidenten einfliessen liess, schlug unter seinen Präsidiumskollegen und bei Swiss-Ski-Präsident Urs Lehmann wie ein Blitz ein. «Pirmin hat seinen Rücktritt erst gegen Ende der Sitzung bekannt gegeben. Niemand vom Präsidium oder von der Geschäftsleitung hatte zuvor auch nur das Geringste geahnt. Es kam für alle völlig überraschend», sagte Lorenz Liechti, Leiter Kommunikation von Swiss-Ski. Liechti verneinte auch, dass die Ursache für den sofortigen Rücktritt - der weniger als drei Monate vor der nächsten Swiss-Ski-Delegiertenversammlung in Fiesch (wo Zurbriggen ordentlich hätte zurücktreten können) erfolgte -, ein Krach gewesen sei.

Lehmann: «Kein Eklat»

Wer in dieser Angelegenheit von Eklat oder Skandal spreche, liege falsch, so Swiss-Ski-Präsident Lehmann. «Pirmin hat gute private wie berufliche Gründe für seinen Entscheid angeführt. Ski Valais, das nationale Leistungszentrum in Brig, das sind nur einige der Projekte, deren Erfolg mit seiner Person stehen und fallen. Die Aufgabe bei Swiss-Ski kam als Letzte dazu, nun wurde es Pirmin zu viel und er gibt sie wieder ab. Diesen Entscheid gilt es zu respektieren», so der Aargauer. Seitens von Swiss-Ski bedauere man es «extrem, dass Pirmin nun nicht mehr im engsten Kreis mit dabei ist. Doch seine Meinung geht nicht verloren, er bleibt schliesslich Präsident des Walliser Skiverbands und des NLZ», sagte Lehmann. «Ausserdem haben wir zwei vereinbart, dass wir einen regen Meinungsaustausch aufrechterhalten.»

(bg/Si)

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