Vogel erstmals in Top 10 - Wieder Sieg von Matt
publiziert: Sonntag, 6. Mrz 2011 / 14:35 Uhr / aktualisiert: Sonntag, 6. Mrz 2011 / 17:11 Uhr
Markus Vogel.
Markus Vogel.

Markus Vogel ist im Weltcup-Slalom der Männer in Kranjska Gora ein Exploit gelungen. Der Nidwaldner wurde glänzender Siebenter, mit 1,32 Sekunden Rückstand hinter Sieger Mario Matt (Ö).

Markus Vogel nähert sich im Slalom der Weltspitze an. In Kranjska Gora klassierte sich der Nidwaldner als Siebenter erstmals in seiner Karriere in den Top 10. Der Sieg ging wie schon die Woche zuvor an den Österreicher Mario Matt.

Der Durchbruch liess lange auf sich warten. Als 27-Jähriger gehört Vogel nicht mehr in die Kategorie Talentschuppen. Doch in diesem Winter ist fast alles anders als früher. «Es passt mit dem Material, es passt körperlich und auch skitechnisch. Und es muss halt wirklich alles passen. Im Slalom liegen alle so nahe zusammen», sagt der Innerschweizer. Seine Aussage wurde in Kranjska Gora durch die Rangliste des ersten Laufes unterstrichen: Die ersten 14 sahen sich nur durch 94 Hundertstel getrennt.

Neue Skier und ohne Rückenprobleme

Vogel ist seit diesem Winter neu mit Fischer-Ski unterwegs, und auch die lästigen Rückenprobleme, die ihn immer wieder plagten, hat er inzwischen im Griff. Vor allem aber fand er zu einer Konstanz, nachdem er früher einen Ausfall an den anderen gereiht hatte. Mit hohen Nummern musste sich Vogel diese Saison nach vorne arbeiten. In Val d'Isère wurde er mit der 42 Dreizehnter, in Schladming mir der 45 Fünfzehnter und in Bansko die Woche zuvor mit der 49 Elfter. In Kranjska Gora startete er erstmals in den Top 30, mit der Nummer 26.

«Die Nervosität war grösser als in den Rennen zuvor», meinte Vogel zur ungewohnten Situation, die er aber souverän meisterte. 13. war er bei Halbzeit, und am Ende reichte es gar zum 7. Schlussrang. Bessere Slalom-Ergebnisse realisierte in diesem Winter einzig der in Kranjska Gora zwecks weiterer Schonung abwesende Silvan Zurbriggen (4. in Val d'Isère, 6. in Levi).

Qualifkation fürs Weltcup-Finale

Dank dem Exploit von Kranjska Gora qualifizierte sich Vogel auch für das Weltcup-Finale auf der Lenzerheide. Dort können nur die 25 Besten starten. Diesem exklusiven Kreis gehört nun auch Vogel an. «Besser spät als nie», sagt er dazu. Er kassierte in Slowenien den Lohn für seinen Durchhaltewillen. Gedanken, den Bettel frühzeitig hinzuschmeissen, habe er aber nie gehabt.

Neben Zurbriggen und Vogel wird am Weltcup-Finale auch Marc Gini starten können, wenngleich der Bündner in Kranjska Gora auf dem Weg zu einem Spitzen-Resultat kurz vor dem Ziel ausschied. Mit nur 61 Hundertsteln Rückstand auf die Bestzeit lag Gini nach halbem Pensum auf Position 9, danach war er bis zu seinem Ausscheiden schneller unterwegs als beispielsweise Vogel.

Youngster hielten gut mit

Gut hielten sich auch zwei der Youngsters im Swiss-Ski-Team. Justin Murisier (19) erreichte als 18. das zweitbeste Resultate seiner noch jungen Karriere, was ihn aber insofern nicht sonderlich freute, weil er die Qualifikation für das in zwei Wochen stattfindende Saison-Finale verpasste. Reto Schmidiger (18), der als Junioren-Weltmeister in der Lenzerheide antreten darf, schaffte erstmals den Vorstoss in den zweiten Durchgang. Als 22. war es auch für ihn das zweitbeste Ergebnis im Weltcup.

Nur zwei der vier gestarteten Schweizer verpassten die Qualifikation für den zweiten Durchgang: Routinier Marc Berthod, der nur wenige Tore weit kam, und der 20-jährige Tim Lüscher, der in seinem ersten Weltcuprennen mit Nummer 63 über viereinhalb Sekunden auf die Bestzeit einbüsste. Lüscher ist der Sohn des einstigen Schweizer Weltcup-Gesamtsiegers Peter Lüscher und der zweifachen französischen Weltmeisterin Fabienne Serrat.

Mario Matt wieder so stark wie einst

Der Sieger trug denselben Namen wie die Woche zuvor in Bansko: Mario Matt. Der Österreicher, Weltmeister 2001 und 2007, fährt inzwischen wieder so stark wie in seinen besten Zeiten. Selbstverständlich ist das nicht. «Im Dezember gab es schon einige Momente, in denen ich über einen Rücktritt nachdachte», gibt Matt zu. Mit Nummern weit über 40 kämpfte sich der Tiroler zu Tale, ehe er im Januar endlich die Probleme mit den Schuhen in den Griff bekam. Mit neuer Abstimmung ging es plötzlich voran. Wenn es läuft, dann lacht einem oft auch noch das Glück: Mit lediglich neun Hundertsteln Vorsprung stellte Matt seinen 14. Weltcupsieg (den 13. im Slalom) sicher.

Platz 2 teilten sich zwei Athleten, die erstmals den Sprung aufs Podium schafften. Der knapp 21-jährige Amerikaner Nolan Kasper und der Schwede Axel Bäck (23). Kasper hatte schon im Januar in Kitzbühel aufhorchen lassen, wo er mit Nummer 58 auf Rang 12 gefahren war. Zuletzt in Bansko schaffte der Mann aus dem US-Bundesstaat Vermont mit Rang 10 eine persönliche Bestmarke, die er nun noch einmal deutlich verbesserte. Axel Bäck hatte im ersten Lauf mit Nummer 17 überraschend Bestzeit vorgelegt. Seine bisher besten Leistungen hatte er in Schladming (6.) und in Alta Badia (10.) abgeliefert.

Der Kampf um die kleine Kristallkugel für den Slalom-Weltcup wurde vertagt. Sowohl der Kroate Ivica Kostelic als auch dessen Gegenspieler, der französische Weltmeister Jean-Baptiste Grange, schieden aus. Kostelic liegt damit vor dem letzten Rennen auf der Lenzerheide weiter 36 Punkte vor Grange.

Resultate:
Kranjska Gora (Sln). Weltcup-Slalom der Männer: 1. Mario Matt (Ö) 1:49,14. 2. Nolan Kasper (USA) und Axel Bäck (Sd) 0,09 zurück. 4. André Myhrer (Sd) 0,35. 5. Manfred Mölgg (It) 0,79. 6. Mitja Valencic (Sln) 1,00. 7. Markus Vogel (Sz) 1,32. 8. Steve Missillier (Fr) 1,34. 9. Cristian Deville (It) 1,41. 10. Mattias Hargin (Sd) 1,42. Ferner: 18. Justin Murisier (Sz) 2,29. 22. Reto Schmidiger 3,31. - Ausgeschieden: u.a. Marc Gini (Sz), Ivica Kostelic (Kro), Reinfried Herbst (Ö), Manfred Pranger (Ö). - Nicht im Final der besten 30: 43. Tim Lüscher (Sz) 4,59. Ausgeschieden: u.a. Marc Berthod (Sz), Jean-Baptiste Grange (Fr), Giuliano Razzoli (It), Felix Neureuther (De), Michael Janyk (Ka), Urs Imboden (Mold).

(fest/Si)

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