WM 2015: Der nächste Anlauf von St. Moritz
publiziert: Donnerstag, 3. Jun 2010 / 10:32 Uhr

Heute entscheidet der 17-köpfige FIS-Vorstand beim Kongress in Antalya (Tür), wo die alpinen Ski-Weltmeisterschaften 2015 stattfinden werden. St. Moritz geht als Aussenseiter in den Dreikampf mit Cortina d'Ampezzo und Favorit Beaver Creek/Vail.

Wo findet die Ski-WM 2015 statt? (Symbolbild)
Wo findet die Ski-WM 2015 statt? (Symbolbild)
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Nachdem St. Moritz neben den Olympischen Winterspielen 1928 und 1948 schon 1934, 1974 und 2003 alpine Ski-Weltmeisterschaften durchgeführt hat, nimmt der Engadiner Nobelort den nächsten Anlauf, ein viertes Mal zum Zug zu kommen. Die Kandidatur für die WM 2013 unterlag jener von Schladming.

Weil heuer Beaver Creek/Vail als klarer Favorit ins Rennen geht, steht bereits fest, dass sich St. Moritz bei einer weiteren Niederlage auch für die WM 2017 bewerben würde. Das Dossier bedarf jeweils nur geringfügiger Anpassungen und basiert immer noch auf dem Konzept der sehr erfolgreichen Titelkämpfe vor sieben Jahren.

Vorteil Nordamerika?

Weil für die Weltmeisterschaften 2001 bis 2013 stets europäische Stationen den Zuschlag bekommen haben, ist nun voraussichtlich wieder einmal Nordamerika an der Reihe. In Vail respektive Beaver Creek wurde schon 1989 und 1999 um WM-Medaillen gefahren. Die Amerikaner aus dem Bundesstaat Colorado haben gescheiterte Kandidaturen für 2009 und 2013 hinter sich. Wie St. Moritz und der dritte Anwärter Cortina d'Ampezzo bei den Frauen gehört Beaver Creek/Vail bei den Männern mit der bekannten Birds-of-Prey-Abfahrt zu den Fixpunkten im Weltcup-Kalender.

Der Dreikampf erfährt in Antalya eine Neuauflage auf höherem Niveau. Vor zwei Jahren beim FIS-Kongress in Kapstadt überliess Schladming (10 Stimmen) der Konkurrenz aus den USA (4), der Schweiz (1) und Italien (1) nur die Brosamen. «Ganz chancenlos sind wir dieses Mal sicher nicht», sagt Claudio Duschletta vom St. Moritzer Kandidaturkomitee, das seit Jahren auf die gleichen Stützen um den Präsidenten Hugo Wetzel zählen kann. Ein neuerliches Scheitern wäre kein heftiger Rückschlag, sondern viel eher ein weiterer Schritt auf einem langen Weg.

Kaspar ohne Gegenkandidat

Ohne Gegenkandidat stellt sich am Freitag ein anderer St. Moritzer zur (Wieder-)Wahl. FIS-Präsident Gian-Franco Kasper (66), der 1998 die Nachfolge von Marc Hodler angetreten hat, hängt eine weitere Amtszeit von vier Jahren an. Für die 16 weiteren Vorstandssitze gibt es 26 Bewerber - so viele wie noch nie.

Unter ihnen befindet sich neben Andreas Wenzel (Ex-Skistar und Präsident des Liechtensteinischen Skiverbandes) auch Peter Schröcksnadel. Vor zwei Jahren hatte sich der umtriebige ÖSV-Boss unmittelbar nach der Wahl von Schladming überraschend zurückgezogen. Dass Schröcksnadel nun doch wieder an vorderster FIS-Front mitwirken will, kann als Zeichen gewertet werden, dass es ihm und Kasper mit dem im vergangenen Winter geschlossenen Burgfrieden ernst ist.

Swiss-Ski fordert Statutenänderung

Schröcksnadel hatte sich mit Kasper in der Vergangenheit immer wieder Scharmützel geliefert. Die Gründung der European Ski Federation vor einem Jahr sorgte monatelang für Irritationen. Dass Swiss-Ski-Präsident Urs Lehmann zu den Initianten und Verfechtern der Vereinigung gehört, hat der aktuellen St. Moritzer WM-Kandidatur sicher nicht genützt.

Swiss-Ski hat vor dem Kongress übrigens einen Antrag auf Statutenänderung deponiert, wonach das Land, aus dem der FIS-Präsident stammt, künftig ein zweites Vorstandsmitglied stellen können soll. So wäre der Weg geebnet, dass 2012 unter Präsident Kasper ein zweiter Schweizer dazustossen könnte, der voll und ganz die Interessen von Swiss-Ski vertreten würde und sich nicht der Neutralität verpflichtet fühlen müsste. Der FIS-Vorstand empfiehlt den Antrag zur Ablehnung.

(pad/Si)

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