Ski alpin
«Weltmeister-Tag» in der Lenzerheide: Siege von Shiffrin und Ligety
publiziert: Samstag, 16. Mrz 2013 / 19:17 Uhr / aktualisiert: Samstag, 16. Mrz 2013 / 21:35 Uhr
Mikaela Shiffrin hat ihrer unglaublichen Saison am Weltcup-Final in der Lenzerheide die Krone aufgesetzt.
Mikaela Shiffrin hat ihrer unglaublichen Saison am Weltcup-Final in der Lenzerheide die Krone aufgesetzt.

Mikaela Shiffrin hat ihrer unglaublichen Saison am Weltcup-Final in der Lenzerheide die Krone aufgesetzt. Die Slalom-Weltmeisterin sicherte sich mit dem vierten Saisonsieg auch die kleine Kristallkugel. Wendy Holdener wurde sechs Tage nach ihrer Podestpremiere Fünfte.

Shiffrin, die am Mittwoch erst 18 Jahre alt geworden war, stiess dank Laufbestzeit im Final noch vom 4. auf den 1. Rang vor. Die nach dem ersten Durchgang mit grossem Vorsprung führende Slowenin Tina Maze hingegen fiel auch noch hinter Bernadette Schild, die ihre erste Top-3-Rangierung im Weltcup erreichte, zurück. Der Gesamtweltcupsiegerin, die am Morgen noch 1,17 Sekunden schneller gewesen war als Shiffrin, fehlten am Ende 35 Hundertstel zum 11. Saisonsieg.

Die Auszeichnung als beste Slalomfahrerin der Saison ging deshalb mit 33 Punkten Vorsprung an Shiffrin, die dies als erste Nicht-Europäerin seit der Saison 1983/84 und ihrer Landsfrau Tamara McKinney schaffte. «Ich bin so glücklich, dass ich alle meine Ziele in dieser Saison erreicht habe», sagte der US-Teenager, der mit Tränen in den Augen auch seiner Mutter dankte. Im ersten Lauf sei sie weit weg von ihrem normalen Tempo gewesen, danach habe sie für den zweiten einiges geändert, so Shiffrin, die zugab, dass sie keineswegs ruhig, sondern «sehr aufgeregt» gewesen sei.

Während Shiffrin ihr Glück noch längere Zeit kaum fassen konnte, zeigte sich Maze nach ihrer Zieldurchfahrt verständlicherweise mit säuerlicher Miene. Der dritte Platz sei zwar «schon gut. Doch ich habe im zweiten Lauf nicht genug attackiert. Es haben zu viele Sachen nicht gestimmt. Ich bin halt auch nur ein Mensch, der Fehler machen kann.» Sie sei traurig, dass es mit der Kristallkugel nicht geklappt habe, so die erfolgsverwöhnte Slowenin nach der zweiten grossen Enttäuschung der Woche. Am Mittwoch hatte die 29-Jährige schon den Disziplinensieg in der Abfahrt gegenüber Lindsey Vonn um einen Punkt verpasst, weil das Rennen wegen des schlechten Wetters nicht hatte stattfinden können. Wenig Trost fand Maze auch in der Tatsache, dass sie mit dem 23. Podestplatz in diesem Winter einen Rekord aufstellte.

Holdeners zweitbestes Resultat

Wendy Holdener präsentierte sich den 9000 Zuschauern, die bei besten äusseren Bedingungen an der Piste Silvano Beltrametti den Slalom verfolgten, von ihrer besten Seite. Trotz nicht optimaler Fahrt im untersten Teil verbesserte sich Holdener im Finaldurchgang noch um zwei Positionen. Dies war gleichbedeutend mit ihrem zweitbesten Resultat der Karriere nach dem 2. Platz vor Wochenfrist im Slalom von Ofterschwang. «Die Ausgangslage vor dem zweiten Lauf war gut. Der Fehler unten ärgert mich», gab die 19-jährige Schwyzerin zu, der allerdings mehr als 1,3 Sekunden zu einer Podestplatzierung fehlten.

Holdener war zu Saisonbeginn in der Weltrangliste nur knapp in den Top 30 zu finden. Nun, zehn Slaloms später, erscheint sie auf Position 8. Als einzige der 51 Fahrerinnen, die in diesem Winter Weltcup-Punkte im Slalom holten, punktete die Schwyzerin in jedem Rennen. Nie war Holdener schlechter als im 17. Rang klassiert. «Ich bin gesund und hatte ein Super-Jahr, in welchem ich sehr konstant fuhr. Mit dieser Saison bin ich zufrieden, darauf lässt sich doch gut aufbauen», bilanzierte Holdener.

Lara Gut, die zweite Schweizer Starterin am Samstag, schied in ihrem ersten Slalom der Saison im zweiten Lauf aus. Bei Halbzeit hatte die Tessinerin auf Platz 18 gelegen.

Ligetys sechster «Riesen»-Sieg

Ted Ligety vor Marcel Hirscher (0,37 Sekunden zurück) und Alexis Pinturault - der letzte Riesenslalom der Saison gab die Stärkeverhältnisse in dieser Disziplin perfekt wieder. «Ich hatte einige unglaubliche Fahrten in dieser Saison. Den Riesenslalom-Weltcup von Hirscher zurückzuholen, war ein grosses Ziel von mir», so der dreifache Weltmeister. «Cool, was mir in dieser Saison alles gelungen ist. Schwierig, dass ich das je werde wiederholen können.» Der 28-jährige Amerikaner stand in allen acht Riesenslaloms auf dem Podest. Sechs Saisonsiege (oder mehr) in dieser Disziplin waren zuvor erst der schwedischen Legende Ingemar Stenmark gelungen. Insgesamt hält Ligety nun bei 17 Weltcup-Siegen - alle in seiner stärksten Sparte.

Mit Didier Défago war zum Saisonabschluss nur ein einziger Schweizer startberechtigt. Der Walliser Routinier stiess am Nachmittag mit zweitbester Laufzeit immerhin noch um fünf Positionen auf den 14. Platz vor. Der Abfahrts-Olympiasieger fand sein drittbestes Riesenslalom-Resultat der Saison «grundsätzlich okay», doch nun gelte es, so Défago, «den Winter genau zu analysieren und die richtigen Schlüsse für die kommende Saison zu ziehen».

(tafi/Si)

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