Ski alpin
Wie gehabt: Janka und Cuche sollens richten
publiziert: Freitag, 21. Okt 2011 / 09:09 Uhr
Carlo Janka und Didier Cuche sind die Hoffnungsträger der Schweiz.
Carlo Janka und Didier Cuche sind die Hoffnungsträger der Schweiz.

Carlo Janka und Didier Cuche ist im Weltcup-Prolog in Sölden einmal mehr eine Hauptrolle zugedacht. Mit deutlich bescheidenerer Vorgabe ist das Schweizer Frauen-Quartett ins Ötztal gereist.

Seit Sölden den Fixpunkt zu Beginn des Weltcup-Winters bildet, werden die beiden Riesenslaloms ihrer frühen Ansetzung wegen als erste Standortbestimmung betrachtet. Der Formtest hat in der Tat jede Menge Aussagekraft. Dafür sorgen allein die Bedingungen auf dem Rettenbach-Gletscher. Die Strecke wird mit Recht den schwierigsten im Weltcup-Kalender zugeordnet, die Höhenlage mit dem Start auf über 3000 Metern über Meer stellt höchste Anforderungen an die Kondition der Athleten. Kurzum: Wer in Sölden an der Spitze mitfährt, der kann davon ausgehen, auch im Verlauf der Saison mit den Besten mithalten zu können. Die Schwierigkeit der Aufgabe wird einem auch beim Blick in die Statistik gewahr. In Sölden haben sich bislang ausnahmslos die grossen Champions wie Hermann Maier, Bode Miller, Stephan Eberharter oder Didier Cuche in die Siegerliste eintragen können.

Cuches moderate Vorgabe

Carlo Janka fehlt noch in diesem illustren Kreis. Seit der Bündner seine Herzprobleme operativ hat behandeln lassen, ist ihm wieder stets und überall alles zuzutrauen. Die Rückenschmerzen, die ihn kürzlich zu einer Pause von anderthalb Wochen gezwungen haben, scheint Janka dank Medikamenten so weit im Griff zu haben, dass sie ihn nicht daran hindern, sein Leistungsvermögen uneingeschränkt abrufen zu können. Cuche fühlt sich auch im Alter von 37 Jahren noch zu Grosstaten bereit. Im Riesenslalom, in dem er noch im letzten Winter seinen Rückzug angedacht und die Konzentration auf Abfahrt und Super-G ins Auge gefasst hat, startet er mit moderaterem Ziel: einer Klassierung in den ersten zehn. Mit Sölden verbindet der «Methusalem» allerdings extrem schöne Erinnerungen. 2009 siegte er überlegen, im Jahr zuvor wurde er hinter Daniel Albrecht Zweiter.

Neben Marc Berthod, der sich nach dem Skimarkenwechsel (von Atomic zu Rossignol) zumindest vorerst auf Einsätze in Riesenslalom und Slalom konzentrieren will, und dem über Gebühr von Rückenproblemen geplagten Sandro Viletta gehört Daniel Albrecht zu den Fixstartern in der Schweizer Equipe. Der Walliser, welcher der Firma Atomic ebenfalls den Rücken gekehrt hat und nunmehr auf Head-Ski vertraut, konnte zum ersten Mal seit seinem schlimmen Trainingsunfall in Kitzbühel wieder das vollständige Vorbereitungsprogramm absolvieren. Überstürzen wird Albrecht gleichwohl nichts. Seine Devise «ein Schritt nach dem anderen» ist ihm weiterhin erstes Gebot.

Zu diesem Quintett gesellen sich Silvan Zurbriggen, Didier Défago, Beat Feuz und Mauro Caviezel. Zurbriggen will im kommenden Winter vermehrt auf Abfahrt und Super-G setzen. In den Trainings hat er aber speziell im Riesenslalom einen ausgezeichneten Eindruck hinterlassen. Défago gibt nach überstandenem Kreuzbandriss, den er sich Mitte September 2010 in Zermatt zugezogen hat, und nach 19 Monate dauernder Wettkampfpause sein Comeback.

Als Topfavorit wird (selbstverständlich) Ted Ligety gehandelt. Der Amerikaner, der sich neben dem WM-Titel zum dritten Mal den Sieg in der Disziplinen-Wertung gesichert hat, zählt neben Janka den jungen Österreicher Marcel Hirscher sowie die Franzosen Cyprien Richard und Thomas Fanara zu seinen grössten Herausforderern. Richard hatte im Vorjahr in Sölden das Zwischenklassement angeführt, bevor das Rennen wegen Nebels abgebrochen werden musste.

Nicht nur Olympiasiegerin vs. Weltmeisterin

Ein starres Gebilde ist auch die Gruppe der Favoritinnen bei den Frauen. Olympia- und Vorjahressiegerin Viktoria Rebensburg aus Deutschland und die Französin Tessa Worley, die im vergangenen Winter die ersten Plätze in den sechs Weltcup-Riesenslaloms paritätisch unter sich aufgeteilt haben, gehören zu diesem Zirkel wie die Weltmeisterin Tina Maze aus Slowenien oder Tanja Poutiainen, deren Konstanz beeindruckend ist. 45 Riesenslaloms im Weltcup, an Olympischen Spielen oder Weltmeisterschaften hat sie mittlerweile ohne Ausfall hinter sich gebracht. Letztmals war die Finnin Ende Dezember 2005 in Spindleruv Mlyn (Tsch) nicht im Klassement aufgeführt.

Weiterhin nicht einsatzfähig ist Kathrin Hölzl. Die Weltmeisterin von 2009, die wegen einer Stoffwechselerkrankung und ständiger Schmerzen die letzte Saison nach der WM vorzeitig hatte beenden müssen, hat erst vor zwei Wochen das Konditionstraining wieder aufgenommen. Wann (und ob überhaupt) die 27-Jährige aus Bischofswiesen in den Ski-Zirkus zurückkehren wird, steht in den Sternen.

Lara Guts Premiere auf Rossignol

Kummer anderer Art bereiten seit langer Zeit die Schweizerinnen im Riesenslalom. Die Statistik der letzten zwei Weltcup-Winter weist eine einzige Top-Ten-Klassierung aus - Rang 10 von Fabienne Suter Ende Dezember 2010 am Semmering. Wozu die technisch hochbegabte Schwyzerin auch in der Basisdisziplin befähigt wäre, hat sie bei den Olympischen Spielen 2010 mit Rang 4 angedeutet.

Aus Schweizer Optik am höchsten gehandelt werden die Fähigkeiten von Lara Gut. Die Tessinerin wird vorerst aber den Beweis antreten müssen, den Materialwechsel von Atomic zu Rossignol und Lange gut verkraftet zu haben. In der Vorbereitungsphase soll die Rochade ohne gravierende Schwierigkeiten vonstatten gegangen sein. Das Quartett von Swiss-Ski komplettieren Fränzi Aufdenblatten, die seit ihrem Comeback nach dem Kreuzbandriss lediglich Speed-Rennen bestritten hat, und Dominique Gisin. Die Engelbergerin gibt im Riesenslalom ihr Debüt auf Stufe Weltcup.

(joge/Si)

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