Ski alpin / WM 2011

Didier Cuche: «Innerhofer wird locker gewinnen»

publiziert: Freitag, 11. Feb 2011 / 09:57 Uhr
Didier Cuche beschwert sich über die eisige, holprige Piste.
Didier Cuche beschwert sich über die eisige, holprige Piste.

Didier Cuche hinterliess im ersten Training zur WM-Abfahrt der Männer vom Samstag einen überzeugenden Eindruck.

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Der Schweizer Team-Leader, beendete die erste Übungsfahrt als Vierter, 1,82 Sekunden hinter dem wiederum bestechenden Italiener Christof Innerhofer, der sich auf der Garmischer Eisbahn extrem wohl fühlt und souverän Bestzeit hinlegte. Der Super-G-Weltmeister verwies den Norweger Aksel Lund Svindal mit über einer Sekunde Vorsprung auf Platz 2. «Am Samstag muss ich mich auf den Kampf um Silber und Bronze konzentrieren. Gold holt Innerhofer ziemlich locker», schob Cuche die ihm selber unangenehme Favoritenrolle dem Südtiroler zu.

Piste in schlechtem Zustand - Fahrer verärgert

Cuche hatte sich schon weit vor dem Ziel aufgerichtet, weil sich ein loses Teil der Plastikfolie in seiner Brille befand. Bis dahin hinterliess aber auch der Neuenburger einen starken Eindruck, wie auch der Amerikaner Bode Miller, der wenig riskierte und trotzdem Neunter wurde. Wenig Gefallen fand Cuche am Zustand der Piste: «Es gibt hier viel zu viele Schläge in der Strecke, das ist völlig unnötig. In Kitzbühel und Chamonix wurde über Sicherheit gesprochen, doch jene Pisten waren vergleichsweise perfekt. Die Unfälle dort erfolgten wegen Fahrfehlern. Was wir aber hier fahren müssen, ist ein Schwachsinn.»

Die Fahrer, unter ihnen auch die drei übrigen Schweizer Starter für das Rennen vom Samstag, waren nicht zu beneiden. Ambrosi Hoffmann, Beat Feuz und Silvan Zurbriggen beendeten die erste Trainingsfahrt auf den Rängen 15, 16 und 18. Hoffmann umschrieb das Rodeo so: «Ich wollte pushen, aber schon nach dem Starthang zog es mir den Zahn.» Auch der Davoser machte seinem Ärger Luft: «Die letzte Ebene mit den giftigen, kurzen Schlägen, die man wegen der schlechten Sicht kaum sieht, ist sehr gefährlich. Solche Buckel gehören nicht hierhin.» Ähnlich äusserten sich Feuz («ein extrem wilder Ritt») und Zurbriggen («am Limit»).

Kostelic verzichtet auf Abfahrt und Kombination

Die Eisbahn in Garmisch beschäftigte auch die ausländische Konkurrenz. Der im Gesamt-Weltcup unangefochten führende Ivica Kostelic sagte gleich für zwei Wettbewerbe ab: Neben der Abfahrt verzichtet der Kroate auch auf die Kombination vom Montag, für die er der Gold-Anwärter Nummer 1 gewesen wäre. «Mein Rücken und meine Knie sind nicht bereit für diese Verhältnisse», sagte Kostelic, der Super-G-Dritte.

Auch die Österreicher zeigten sich verärgert. Michael Walchhofer meinte: «Es schüttelt einen dermassen durch, dass der Kopf im Ziel noch weiter wackelt. Zum Glück sind meine Plomben alle noch drin.» Und Romed Baumann sprach von einer «Waschrumpel, unruhig wie Sau».

(bg/Si)

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