Ski alpin: 45 Tage bis zur Ski-WM

publiziert: Mittwoch, 18. Dez 2002 / 17:50 Uhr / aktualisiert: Mittwoch, 18. Dez 2002 / 19:30 Uhr

(Si) Noch 45 Tage dauert es bis zum Beginn der alpinen Ski-WM in St. Moritz, dem grössten je in der Schweiz durchgeführten Sportanlass. Gefordert ist auch die SRG als gastgebender Fernsehproduzent.

Herman Maier - Ihn  wird die Ski-Welt an der WM ganz besonders vermissen.
Herman Maier - Ihn wird die Ski-Welt an der WM ganz besonders vermissen.
Sowohl das Schweizer Fernsehen als auch das Organisationskomitee der Ski-WM stehen vor einer grossen Herausforderung. "So etwas haben wir noch nie zuvor gemacht", erklärte Gian Gilli, Koordinator und Sportdirektor der Ski-WM, an einer Medienkonferenz im Fernsehstudio 2. Vor einer ähnlichen Ausgangslage stehen indes auch die TV-Leute, wie Produzent Peter Minder erläuterte: "Uns fehlen konstante Werte wie am Lauberhorn. Wir verfügen über keine langjährigen Erfahrungen an diesem Berg. Aber gerade das macht die Aufgabe reizvoll."

Die Infrastruktur an den frisch verschneiten Hängen auf Corviglia ist bereit. Das 18 m hohe Tribünen-Gerüst im Zielgebiet von Salastrains mit einer Zuschauerkapazität von über 4700 Personen ist bereits aufgebaut. Im Tal entstehen momentan die verschiedenen Servicezentren. Im St. Moritzer Hallenbad ist das Wasser bereits vor zwei Wochen abgelassen worden. Hier entsteht das Hauptmedienzentrum mit über 400 Arbeitsplätzen. Und Anfang Januar wird das Tenniszentrum zum International Broadcast Center umgebaut. Erfreulich sind auch die aktuellen Ticketverkaufszahlen. Bereits wurden Billette für knapp 5 Millionen Franken (80 Prozent des Budgets) abgesetzt. "Jetzt", so Gilli, "ist nur noch Detailarbeit zu leisten."

Die ganze Ski-Welt überträgt

Die SRG SSR idée suisse als gastgebender Fernsehproduzent (Host Broadcaster) stellt in St. Moritz die gesamte Infrastruktur (Kommentatoren-Kabinen, Verbindungen, Studios, Büros) zur Verfügung und trägt auch die Verantwortung für das einwandreie Funktionieren aller technischen Einrichtungen und Systeme. Unter der Leitung von Arthur Hächler nahm das 13-köpfige Projektteam bereits im April 2000 die Planung in Angriff. Das Interesse sit im Ausland gross. "Die ganze Ski-Welt überträgt. Einzig aus Afrika und Südamerika ist niemand dabei", sagt Hächler. Neben vier Radio- und drei Fernsehsendern der SRG SSR werden 17 ausländische TV-Stationen und 12 Radiosender aus St. Moritz berichten.

Die WM-Übertragungen sollen neben Sport, Emotionen und den Schönheiten der Oberengadiner Landschaft auch einige technische Finessen beinhalten. Eine besondere Herausforderung bildet der fast 100 Prozent steile Starthang der Männer-Abfahrt. Um dem TV-Zuschauer die Steilheit vermitteln zu können, wird seitlich vom Start ein Kamerapodest im Berg verankert, wo ein entsprechend gesicherter und bereits bei den Übertragungen aus der Eigernordwand erprobter Kameramann die spektakulären Bilder realisiert. Bei den Riesenslaloms und Slaloms verfolgt eine Seilbahnkamera die Fahrer. Und von der anderen Talseite gewährt eine Gegenhangkamera mit einem 90-fachen Riesen-Teleobjektiv aus 5 km Entfernung einen Gesamtüberblick.

Dies alles hat natürlich seinen Preis. Allein für die Übertragungsrechte der WM in St. Moritz bezahlte die SRG SSR idéee suisse, die im Rahmen eines Vertrages mit der EBU (European Broadcasting Union) die Rechte für die alpinen Ski-WM bis 2009 erwarb, 2,6 Millionen Franken. Für die Herstellung des internationalen Radio- und TV-Signals investierte sie 9,5 Millionen Franken. Und für die Berichterstattung aus St. Moritz werden insgesamt 3,9 Millionen Franken aufgewendet.

66 Stunden Ski-WM

SF DRS berichtet an 16 Tagen während rund 66 Stunden und zeigt alle Rennen sowie die entscheidenden Trainingsläufe live, unter der Woche auf SF1, am Wochenende auf SF2. 30 Minuten vor dem Start wird mit einem Begleitprogramm auf die jeweiligen Rennen eingestimmt. Vor den Abfahrten ist SF DRS bereits eine Stunde vor Rennbeginn live dabei. Täglich (ausser Sonntag) gibt es zudem eine Teilaufzeichung der Rennen, von Montag bis Freitag auf SF1, am Samstag auf SF2. Um 18.30 Uhr folgt die Direktübertragung der Siegerehrungen.

Der WM-Tag wird mit einem 30-minütigen Magazin abgerundet. ´St. Moritz aktuell´ ist von Montag bis Freitag um 20.00 Uhr auf SF2 zu sehen und wird um 22.35 Uhr auf SF2 wiederholt. Am Wochenende steht das WM-Magazin zu den gewohnten Sportzeiten auf dem Programm, am Samstag um 22.05 auf SF1 und am Sonntag um 18.45 (am 9. Februar um 18.25 Uhr) auf SF1. Aufgearbeitete Zusammenfassungen werden mit Analysen und Gesprächen ergänzt. Vorschauen, Athletenporträts und News aus dem Schweizer Lager fehlen ebenso wenig wie Beiträge zum ´Social Life´ in St. Moritz.

Das WM-Studio befindet sich über der Zuschauertribüne in luftiger Höhe im Zielraum Salastrains. Matthias Hüppi kommentiert die Rennen der Männer, Stefan Hofmänner die Wettbewerbe der Frauen. Das WM-Magazin ´St. Moritz aktuell´ moderieren Hüppi und Jann Billeter abwechslungsweise aus dem WM-Studio. Bernhard Russi kommt wie gewohnt als Co-Kommentator zum Einsatz und liefert die Rennanalysen. Wetter-Experte Thomas Bucheli, der schon an den Olympischen Spielen von 1998 und 2002 vor Ort eingesetzt worden war, wird von der Corviglia über die aktuelle Schnee-Situation und die Auswirkungen auf das Wettkampfgeschehen berichten.

Insgesamt 150 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter realisieren die WM-Programme. Für die Host-Broadcaster-Produktion stehen 170 Personen aus allen Unternehmenseinheiten im Einsatz.

(bsk/sda)

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