Ski alpin: Flatscher und Brunner zu Swiss Ski

publiziert: Mittwoch, 31. Mrz 2004 / 12:41 Uhr / aktualisiert: Mittwoch, 31. Mrz 2004 / 14:49 Uhr

Das ganze Umfeld von Sonja Nef wechselt zu den Schweizer Männern. Martin Rufener, als Cheftrainer erst seit einer Woche im Amt, holte Nefs Freund Hans Flatscher und ihren Trainer Sepp Brunner in die Weltcup-Crew. Doch was macht Sonja selbst?

Zuerst einmal war sie ziemlich sauer - nicht wegen des Engagements von Flatscher, das sie "selbstverständlich toll" findet, sondern wegen des Wechsels von Sepp Brunner, der seit sieben Jahren ihr Individualtrainer ist.

Als sie bei den Schweizer Meisterschaften in Les Crosets am letzten Samstag erstmals davon hörte, verlangte sie noch z w i s c h e n den beiden Läufen des Riesenslaloms eine Aussprache mit Gian Gilli, dem Chef Leistungssport bei Swiss-Ski.

Die Disziplinenchefs: Flatscher - Brunner - Morisod

Sechs Jahre lang habe sie das Schweizer Frauen-Team herausgerissen, und jetzt nach dem verflixten siebenten Jahr, "nach meiner ersten miserablen Saison nützt man die Gelegenheit, mir den Trainer wegzunehmen. Mit Sepp habe ich fast alles gewonnen ausser Olympia-Gold. 14 der 15 Weltcupsiege errang ich mit ihm.

Wenn ich Anja Pärson wieder schlagen will, muss ich weiterhin auf höchstem Niveau trainieren können". Nach ein paar Tagen Bedenkzeit und Gesprächen mit Brunner hat sich der Unmut gelegt. "Ein Wechsel kann auch eine Chance sein und neue Motivation bringen", sagte die Appenzellerin, die in drei Wochen 32-jährig wird.

Sepp Brunner übernimmt die neu zu bildende Technik-Equipe um Silvan Zurbriggen, Hans Flatscher den einen Teil des Speed-Teams, das künftig in zwei Gruppen aufgeteilt wird. Die zweite Gruppe, voraussichtlich die welsche Fraktion, leitet der Romand Patrice Morisod, unter Karl Frehsner Koordinator der Weltcup-Mannschaft.

Franz Heinzer bleibt Assistent in der Speed-Gruppe von Flatscher. Reto Griessenhofer, bisher Betreuer von Silvan Zurbriggen, wechselt in die Privatwirtschaft. Dem Europacup-Team steht weiterhin Dominique Fivaz vor.

Der neue Abfahrtstrainer Hans Flatscher, der seit einem Jahrzehnt mit Sonja Nef liiert ist, betreute das österreichische Europacup-Team, bevor er nach Deutschland wechselte. Dort führte er Florian Eckert 2001 zur WM-Bronzemedaille (vor Silvano Beltrametti). In den letzten Jahren war Flatscher wegen diverser Verletzungen seiner Athleten beinahe "arbeitslos".

Brunner mit Zurbriggen und vier Junioren-Weltmeistern

Auch Sepp Brunner tat sich mit der Trennung von Sonja Nef schwer: "Nach den Gesprächen mit Gilli hatte ich zwei schlaflose Nächte. Es war ein brutaler Enttscheid. Die sieben Jahre mit Sonja waren eine schöne Zeit. Die Chemie stimmte und stimmt immer noch. Doch der Wechsel stellt auch für mich eine neue Herausforderung dar. Ich bin immer als Individualtrainer abgestempelt worden, weil ich vor Sonja die Deutsche Myriam Vogt betreute. Ich selber betrachte ich mich jedoch eher als Teamtrainer."

Als solcher winkt ihm in der Schweiz, wo er zwar eher Europacup- als Weltcup-Trainer sein wird, eine reizvolle Aufgabe: Neben dem WM-Zweiten Zurbriggen werden voraussichtlich Daniel Albrecht, Marc Berthod, Raphael Fässler und, wenn er wieder gesund ist, Daniel Défago in dieser Gruppe sein, alles ehemalige und aktuelle Junioren-Weltmeister. Dazu gehören werden auch der talentierte Marc Gini (ganzer Winter verletzt) sowie die Routiniers Urs Imboden und Marco Casanova, wenn er weitermacht.

Brunners Ziel wird sein, diese Gruppe vor allem auch im Riesenslalom weiterzubringen, nachdem zurzeit sowohl im Weltcup (Cuche) als auch im Europacup (Albrecht) nur noch je ein Schweizer unter den ersten 30 der Jahresliste klassiert ist. Da einige von dieser Gruppe auch Allrounder-Qualitäten haben und zumindest die Kombi-Abfahrten bestreiten werden, bedingt das von Brunner und seinen Assistenten viel Flexibilität.

Totaler Wechsel bei Sonja Nef?

Zurzeit weilt Brunner mit Sonja Nef auf der Reiteralm, wo sie zusammen mit Hans Knauss und zwei jungen Kroatinnen Materialtests absolvieren. Für Brunner ist klar: "Es wäre sehr, sehr schwierig, Sonja wieder in eine Mannschaft zu integrieren. Wir haben vieles anders gemacht als in einem Team. Ich werde mich für eine solche Lösung einsetzen." Mittlerweile hat er zwei Kontakte geknüpft, von denen Sonja Nef sagt: "Beides wären valable Lösungen. Ich habe ein gutes Gefühl."

Zeichnet sich bei Sonja Nef sogar ein "totaler Wechsel" ab -- neuer Trainer, neue Ski (bisher Völkl) und auch neue Schuhe (bisher Lange)? Die Tests mit Atomic verliefen viel versprechend. "Besonders im Riesenslalom zeigten sich Unterschiede", sagt Nef. "Ich bin total offen, werde aber nichts überstürzen". So sind in nächster Zeit noch Tests mit Tecnica- und Atomic-Schuhen geplant, aber mit keiner andern Skimarke mehr.

(von Richard Hegglin/Si)

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