Ski alpin: Kernen Zweiter im Abschlusstraining - ohne Rücksicht auf Verluste

publiziert: Donnerstag, 16. Jan 2003 / 17:30 Uhr

(Si) Bruno Kernen beendete das Abschlusstraining hinter dem Österreicher Klaus Kröll auf dem zweiten Platz. Mit Hoffmann (6.) und Cuche (9.) kamen zwei weitere Schweizer in die Top Ten.

Die drei, die in Bormio die Ränge 5 bis 7 belegt und für das beste Abfahrtsergebnis in diesem Winter gesorgt hatten, müssen nun am Freitag in der ersten Abfahrt (12.30 Uhr), die zur Lauberhorn-Kombination zählt, mit den Nummer 22, 25 und 29 ins Rennen gehen. Mit so hohen Nummern hat am Lauberhorn in den letzten Jahren keiner gewinnen können. Doch diese Erkenntnis traf schon auf die letzte Abfart in Bormio zu, ehe Stephan Eberharter mit der Nummer 31 alle Theorien und Statistiken über den Haufen warf.

"Skifahren besteht aus der Herausforderung, so schnell wie möglich vom Start ins Ziel zu fahren", sagt Bruno Kernen. "Deshalb geht es mir gegen den Strich, zu taktieren und mich unterwegs aufzurichten - vielleicht werde ich jetzt für diese Einstellung bestraft. Ich versuche einfach meine gute Form auszunützen, nachdem ich wieder in der obersten Liga mitspielen kann." Kernen, dessen bestes Lauberhorn-Ergebnis ein 7. Platz ist, würde es begrüssen, wenn die Startreihenfolge in den Abfahrten wie im Super-G (oder die zweite Abfahrt am Samstag) aufgrund der Weltcup-Startliste und nicht aufgrund des Abschlusstrainings vorgenommen würde.

Ambrosi Hoffmann, ein anderer Schweizer Spätstarter, wollte vor dem Ziel bremsen, "doch getraute ich mich nicht, da ich mich nicht so schnell unterwegs wähnte". Auch in Bormio war er als Trainingsbester trotz ungünstiger Startnummer 30 noch Siebter geworden. Seine Lauberhorn-Bestleistung ist ein 13. Platz. Didier Cuche war froh, dass die Heilung seines lädierten linken Knies (vom Einfädler in Adelboden her) weiterhin gut voranschreiten: "Es ist fast wieder gut und behindert mich während des Rennens nicht mehr." Es sieht besser aus als auch schon (Lauberhorn-Bestresultat 8. Platz), sagt Cuche: "Jetzt hoffe ich auf Wettkampf- und Startnummern-Glück."

Der einzige Schweizer, dem die Rechnung wirklich aufging, war Franco Cavegn (Lauberhorn-Bestresultat 6. Platz): "Mein Ziel, eine Startnummer zwischen 10 und 20, habe ich erreicht. Am Freitag könnte es passen." Als erster Schweizer geht Rolf von Weissenfluh mit Nummer 4 ins Rennen. Schon einige Male waren dem Haslitaler in diesem Winter frühe Nummern zum Verhängnis geworden; in Wengen dürfte es sich als Vorteil erweisen. Beinahe hätte sich der junge Michael Bonetti für seine erste Weltcup-Abfahrt ebenfalls in eine günstige Ausgangslage katapultiert: Mit der Nummer 60 wurde der 21-jährige Andermatter 32. und verpasste eine Top-Nummer nur um 35 Hundertstel.

Eine optimale Ausgangslage schuf sich Stephan Eberharter, der als Nummer 8 ins Rennen gehen wird. In Bormio hatte er falsch gepokert (und trotzdem gewonnen). Diesmal "erwischte" es Kjetil André Aamodt, der im ersten Training überragende Bestzeit gefahren war, Bormio-I-Sieger Daron Rahlves, Lasse Kjus und Hans Knauss, die nach verpatztem Training mit den Nummern 31 bis 34 starten müssen.

Zu den Verlierern gehört auch der Trainingsbeste Klaus Kröll, der vor dem Ziel zwar gewaltig bremste und trotzdem der Schnellste war. Er hatte bei der letzten Zwischenzeit fast eine Sekunde Vorsprung. Die 5000 Franken Preisgeld für die Trainingsbestzeit bildeten für ihn keinen Trost: "Lieber hätte ich die 33 000 Franken für den Rennsieg."

Auch Hermann Maier hätte sich eine andere Startnummer (als die 21) gewünscht: "Ich habe eben noch keine Erfahrung im Taktieren und Bremsen und habe sonst genug mit mir zu tun. Mein Respekt vor den Kurven ist noch zu gross, deshalb sind meine Radien zu weit." Immerhin stellte der 10. Trainingsrang für ihn ein weiteres Erfolgserlebnis dar. Nach einer kurzen Video-Analyse fasste er den Entschluss, definitiv an beiden Rennen teilzunehmen.

(von Richard Hegglin, Wengen /sda)

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