Ski alpin: Kostelic bremste Pärson

publiziert: Samstag, 8. Mrz 2003 / 16:22 Uhr / aktualisiert: Samstag, 8. Mrz 2003 / 17:06 Uhr

(Si) Das Duell Janica Kostelic - Anja Pärson prägte auch den vorletzten Slalom der Saison in Are. Die Kroatin siegte 0,63 Sekunden vor Schwedens neuem Alpinstar. Als 13. rettete Marlies Oester das Schweizer Team vor dem totalen Debakel.

Das Duell der Saison: Anja Pärson - Janica Kostelic. (Archiv)
Das Duell der Saison: Anja Pärson - Janica Kostelic. (Archiv)
Der Frauen-Rennsport wird immer internationaler. Wie schon im Riesenslalom vom Donnerstag waren acht Nationen im ersten Dutzend vertreten, aber beide Male ohne Schweiz. Während im Riesenslalom Fränzi Aufdenblatten sich als beste mit dem 24. Rang begnügen musste, kam im Slalom neben Oester auch Corina Grünenfelder (19.) ins Klassement. Die 20-jährige Bündnerin Sandra Gini, eine der wenigen Nachwuchshoffnungen, schied aus und vergab eine günstige Gelegenheit, zu ihren ersten Weltcuppunkten zu kommen. Sogar mit einem Rückstand von vier Sekunden wäre man in den zweiten Lauf gekommen.

Nur Marlies Oester im Weltcup-Final

So blieb der 13. Platz der WM-Dritten Marlies Oester, die sich mit einem Bänderiss im Fuss durch den Rest der Saison kämpft, der einzige Schweizer Lichtblick auf dem Schweden-Trip. Mit diesem Resultat sicherte sie sich -- nach der Verletzung von Sonja Nef -- als einzige Schweizerin in den technischen Bewerben die Teilnahme für das Weltcup-Finale in Lillehammer.

"Ich hoffe, dort vielleicht noch die Qualifikation für die erste Gruppe zu schaffen", meinte Oester nach ihrem zweitbesten Weltcup-Resultat der Saison; derzeit liegt sie an 18. Stelle. "Dem Fuss geht es von Tag zu Tag besser, und das nächste Rennen findet ja erst in einer Woche statt".

Dagegen verpasste Corina Grünenfelder trotz ihrer ansprechenden Leistung das Weltcup-Finale um einen Rang. Als 26. fehlten ihr drei Punkte zur Qualifikation. Ein 16. statt ein 19. Platz hätte gereicht. Grünenfelder wird nun zurückreisen und zusammen mit Gini, Kummer und Co. am Europacup-Finale in Piancavallo teilnehmen.

Und der Rest des Schweizer Frauen-Teams muss sich in Acht nehmen, in der Nationenwertung nicht noch von den Französinnen überholt und auf den 6. Platz, der schlechtesten Klassierung aller Zeiten, verdrängt zu werden. Und selbst das kroatische One-Women-Team Kostelic liegt nur noch 171 Zähler zurück. "Wir werden alles sorgfältig auswerten und in etwa drei Wochen Entscheide fällen", sagt Cheftrainer Angelo Maina über die wenig erbauliche Gesamtsituation.

Die "Grössten" auf dem Podest

Mit dem Sieg von Janica Kostelic vor Anja Pärson ging der Zweikampf der beiden Slalom-Superstars auch in Are weiter. "Jetzt stehen die drei Grössten auf dem Podest", flachste die drittklassierte Deutsche Monika Bergmann. Alle drei sind über 1,70 m gross und bringen je rund 70 kg auf die Wage.

Seit den Olympischen Spielen 2002 in Lake Placid haben in elf Slaloms, Olympia und WM inbegriffen, nur entweder Kostelic (8 Mal) oder Pärson (3 Mal) gewonnen. "Es freut mich, dass ich auch hier einmal siegen konnte", meinte die nunmehr 18-fache Weltcupsiegerin Janica Kostelic. Den letzten Nicht-Kostelic- oder Pärson-Sieg hatte es vor genau einem Jahr in Are gegeben; damals setzte sich Laure Péquegnot (Fr) durch.

Nicht nur im Slalom, auch im Gesamtweltcup wird es wohl künftig zu einem Duell Kostelic - Pärson kommen. Die Schwedin kündigte an, in der nächsten Saison auch vereinzelte Abfahrten zu bestreiten: "In den Super-Gs habe ich mich in diesem Winter versucht, ans Tempo zu gewöhnen. Jetzt werde ich vermutlich auch die Kombinationsabfahrten bestreiten." So dürfte sich der Frauen-Weltcup kaum mehr wie heuer auf einen Monolog von Janica Kostelic reduzieren. Die Kroatin steht schon seit letztem Donnerstag als Gesamtsiegerin fest und hat vor dem Finale in Lillehammer einen Vorsprung von 595 Punkten auf Pärson.

Are (Sd). Weltcup-Slalom der Frauen in Are. Schlussklassement: 1. Janica Kostelic (Kro) 1:45,84. 2. Anja Pärson (Sd) 0,63 zurück. 3. Monika Bergmann (De) 1,74. 4. Nicole Gius (It) 2,35. 5. Tanja Poutiainen (Fi) 2,49. 6. Laure Péquegnot (Fr) 2,60. 7. Martina Ertl (De) 2,79. 8. Christel Pascal (Fr) 2,85. 9. Marlies Schild (Ö) 3,02. 10. Anna Ottosson (Sd) 3,41.

11. Sarka Zahrobska (Tsch) 3,54. 12. Annemarie Gerg (De) 3,56. 13. Marlies Oester (Sz) 3,57. 14. Sabine Egger (Ö) 3,83. 15. Britt Janyk (Ka) 4,45. 16. Claudia Morandini (It) 4,51. 17. Lisa Bremseth (No) 4,84. 18. Spela Pretnar (Sln) 4,97. 19. Corina Grünenfelder (Sz) 5,01. 20. Karin Truppe (Ö) 5,03.

21. Petra Zakourilova (Tsch) 5,16. 22. Line Viken (No) 5,30. 23. Susanne Ekman (Sd) 5,44. 24. Malin Hultdin (Sd) 5,74. 25. Allison Forsyth (Ka) 5,82. 26. Sarah Schleper (USA) 5,84. 27. Florine de Leymarie (Fr) 6,19. Ohne Weltcuppunkte (zu grosser Rückstand): 28. Elisabeth Görgl (Ö) 17,68. -- 28 der 30 Finalistinnen klassiert. -- Ausgeschieden: Lea Dabic (Sln) und Claudia Riegler (Neus).

Die besten Laufzeiten:

1. Lauf (Piste Olympia, 168 m HD, 62 Tore, Kurssetzer Kostelic/Kro): 1. Kostelic 54,22. 2. Pärson 0,55. 3. Bergmann 0,88. 4. Péquegnot 1,18. 5. Gius 1,25. 6. Poutiainen 1,64. 7. Görgl 1,66. 8. Schild 1,83. 9. Ertl 1,91. 10. Pascal 2,11. Ferner: 13. Oester 2,30. 18. Egger 3,26. 23. Grünenfelder 3,90. -- 52 Fahrerinnen gestartet, 39 klassiert. -- Ausgeschieden u.a.: Sandra Gini (Sz), Trine Rognmo-Bakke (No), Kristina Koznick (USA), Carina Raich (Ö), Hedda Berntsen (No), Annalisa Ceresa (It) und Henna Raita (Fi).

2. Lauf (Piste Olympia, 168 m HD, 52 Tore, Kurssetzer Brunner/Ö): 1. Kostelic 51,62. 2. Pärson 0,08. 3. Egger 0,57. 4. Ottosson 0,70. 5. Pascal 0,74. 6. Pretnar 0,79. 7. Poutiainen 0,85. 8. Bergmann 0,86. 9. Ertl 0,88. 10. Zahrobska 0,94. Ferner: 13. Gius 1,10. 14. Grünenfelder 1,11. 18. Oester 1,27. 20. Péquegnot 1,42.

(Richard Hegglin/sda)

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