Ski alpin: Raichs Hattrick auf der Planai

publiziert: Dienstag, 27. Jan 2004 / 22:06 Uhr / aktualisiert: Dienstag, 27. Jan 2004 / 22:52 Uhr

Mit seinem dritten Saisonsieg, 57/100 vor Manfred Mölgg (It), holte sich Benjamin Raich (Ö) im Nachtslalom in Schladming gleich auch die Führung im Gesamt- und Slalomweltcup. Silvan Zurbriggen, zur Halbzeit noch glänzender Fünfter, schied im zweiten Lauf aus.

Benjamin Raich gewinnt zum dritten Mal in Schladming.
Benjamin Raich gewinnt zum dritten Mal in Schladming.
Vor der imposanten Kulisse von rund 40 000 Zuschauern, wovon wohl über 10 000 entlang der Piste hochgekraxelt waren, hatte Silvan Zurbriggen im siebten Slalom des Winters seinen ersten Ausfall zu verzeichnen. Da sich Urs Imboden (39.) und Marco Casanova (Ausfall) nicht für die besten 30 qualifizieren konnten, gabs für die Schweiz erstmals in dieser Saison keinen einzigen Weltcup-Punkt.

Tragische Figuren in Schladming waren die nach dem ersten Lauf in Führung liegenden Bode Miller und Ivica Kostelic. Der Kroate stürzte im zweiten Lauf im Steilhang bös und zog sich dabei einmal mehr eine Knieverletzung zu.

Bis Kostelic geborgen war, musste der Amerikaner oben warten. Erst nach mehr als einer Viertelstunde Wartezeit durfte Miller auf die Piste und verbremste den Lauf komplett: Er verlor auf Raich über 1,7 Sekunden und fiel auf den 4. Rang zurück.

Zurbriggen in Rücklage

Diese Begebenheit machte auch Silvan Zurbriggens Ausfall noch ärgerlicher, da der Walliser nach dem ersten Lauf nur gerade zwei Zehntel hinter dem drittklassierten Raich zurücklag. Eine solch gute Ausgangslage besass der 22-Jährige sowohl rang- wie zeitmässig vor dem zweiten Lauf noch nie.

Seine beste Platzierung im Weltcup resultierte zuvor vom vergangenen Sonntag, als er in Kitzbühel auf Rang 5 fuhr und das Podest nur um 14 Hundertstel verpasste.

"Ich geriet etwas in Rücklage und schon wars passiert", sagte der WM-Silbermedaillengewinner von St. Moritz, der auf der Planai in seinem dritten Slalom zum zweiten Mal ausschied. Zurbriggen kam gar nicht dazu, seine Devise Vollgas umzusetzen: Das Malheur passierte bereits nach zehn Fahrsekunden. "Es wäre wirklich mehr dringelegen", sagte Zurbriggen nur noch und verabschiedete sich gleich aus dem Zielraum. Seine Enttäuschung war so gross, dass er den restlichen Konkurrenten gar nicht zusehen mochte.

13. Weltcup-Sieg von Raich

"Dies ist der bisher schönste Tag in diesem Winter. Einfach ein traumhaftes Ergebnis", sagte Benni Raich, der auf der Planai nach 1999 und 2001 zum dritten Mal gewann. Mit seinem 13. Weltcup-Sieg, dem achten im Slalom, übernahm er auch in der Gesamtwertung wieder die Führung.

Der Pitztaler liegt nun 94 Punkte vor Lasse Kjus, der in Schladming pausierte. Und auch in der Disziplinen-Wertung liegt nun Raich, der sich nach Zurbriggens Nuller als einziger in allen sieben Slaloms klassieren konnte, mit sieben Punkten vor Kalle Palander (Dritter in Schladming) vorne.

Obwohl er sich nach eigener Aussage etwas zurückhielt, war Bode Miller der Überragende Mann des ersten Laufs, er fuhr mindestens eine Klasse besser als die Konkurrenz. Der Amerikaner knöpfte ausser Kostelic (98/100 zurück) allen anderen Fahrern mindestens eine Sekunde ab.

Zum Vergleich: Dahinter klassierten sich in der gleichen Zeitspanne fast 20 weitere Konkurrenten. Doch Miller sollte in Schladming nur bis zur Hälfte ein Déjà-vu der angenehmen Art erleben: Im Gegensatz zu vor zwei Jahren, als ihm auf der Planai sein letzter von drei Slalom-Erfolgen gelang, missriet ihm die Fortsetzung. "Das Warten wegen Kostelic war eigentlich nicht so schlimm. Ich war ganz einfach nicht schnell genug", suchte Miller nicht nach Entschuldigungen.

Das Klassement

1. Benjamin Raich (Ö) 1:41,67. 2. Manfred Mölgg (It) 0,57 zurück. 3. Kalle Palander (Fi) 0,58. 4. Bode Miller (USA) 0,70. 5. Rainer Schönfelder (Ö) 0,75. 6. Alois Vogl (De) 0,85. 7. Manfred Pranger (Ö) 0,96. 8. Giancarlo Bergamelli (It) 0,98. 9. Tom Rothrock (USA) 1,44. 10. Johan Brolenius (Sd) 1,54. 11. Mitja Kunc (Sln) 1,99. 12. Drago Grubelnik (Sln) 2,12. 13. Andre Myhrer (Sd) 2,13. 14. Andreas Nilsen (No) 2,22. 15. Mitja Valencic (Sln) 2,31.

16. Jean-Philippe Roy (Ka) 2,58. 17. Akira Sasaki (Jap) 2,74. 18. Truls Ove Karlsen (No) 2,81. 19. Jukka Leino (Fi) 2,87. 20. Kilian Albrecht (Ö) 2,94. 21. Julien Cousineau (Ka) 3,24. 22. Markus Larsson (Sd) 3,37. 23. Felix Neureuther (De) 5,43. -- Ausgeschieden: Martin Marinac (Ö), Mitja Dragsic (Sln), Thomas Grandi (Ka), Tom Stiansen (No), Edoardo Zardini (It), Silvan Zurbriggen (Sz), Ivica Kostelic (Kro).

Nicht für den 2. Lauf qualifiziert: 36. Markus Ganahl (Lie) 3,15. 39. Urs Imboden 3,42 zurück. 40. Pierrick Bourgeat (Fr) 3,58. 83 Teilnehmer, 53 klassiert; ausgeschieden: Giorgio Rocca (It), Mario Matt (Ö), Jean-Pierre Vidal (Fr) und Marco Casanova (Sz). Knight (USA), Kurt Engl (Ö).

Die Weltcup-Stände

Der Stand im FIS-Audi-Weltcup: Männer. Slalom (nach 6 Rennen): 1. Benjamin Raich (Ö) 382. 2. Kalle Palander (Fi) 375. 3. Rainer Schönfelder (Ö) 355. 4. Giorgio Rocca (It) 310. 5. Manfred Pranger (Ö) 276. 6. Manfred Mölgg (It) 200. 7. Ivica Kostelic (Kro) 195. 8. Thomas Grandi (Ka) 170. 9. Silvan Zurbriggen (Sz) 162. 10. Bode Miller (USA) 160. 11. Pierrick Bourgeat (Fr) und Mario Matt (Ö) 142. 13. Kilian Albrecht (Ö) 129. 14. Johan Brolenius (Sd) 124. 15. Heinz Schilchegger (Ö) 118. -- Ferner 45. Urs Imboden 16.

Gesamtwertung: 1. Benjamin Raich (Ö) 918. 2. Lasse Kjus (No) 824. 3. Bode Miller (USA) 751. 4. Hermann Maier (Ö) 732. 5. Stephan Eberharter (Ö) 682. 6. Michael Walchhofer (Ö) 638. 7. Kalle Palander (Fi) 624. 8. Hans Knauss (Ö) 565. 9. Daron Rahlves (USA) 556. 10. Andreas Schifferer (Ö) 492. 11. Bjarne Solbakken (No) 426. 12. Rainer Schönfelder (Ö) 404. 13. Didier Cuche (Sz) 326. 14. Giorgio Rocca (It) 320. 15. Aksel Lund Svindal (No) 314.

Ferner: 16. Ambrosi Hoffmann 307. 23. Silvan Zurbriggen 236. 29. Bruno Kernen 200. 41. Didier Défago 131. 50. Tobias Grünenfelder 92. 52. Paul Accola 84. 56. Franco Cavegn 74. 87. Rolf von Weissenfluh 29. 99. Marco Casanova 21. 106. Urs Imboden 16. 123. Konrad Hari 6.

Nationenwertung: 1. Österreich 11057 (Männer 6707+Frauen 4350). 2. USA 3118 (1630+1488). 3. Italien 3048 (1955+1093). 4. Schweiz 2942 (1522+1420). 5. Frankreich 2697 (1138+1559). 6. Deutschland 2521 (205+2316). 7. Norwegen 2204 (1815+389). 8. Schweden 2045 (634+1411). 9. Finnland 1093 (691+402). 10. Kanada 1088 (516+572).

(Valentin Oetterli/Si)

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