Schweizermeisterschaft Melchsee-Frutt

Ski alpin: Sonja Nef mit nochmals zwei Titeln ab in die Ferien

publiziert: Sonntag, 25. Mrz 2001 / 15:43 Uhr

Melchsee-Frutt - An den beiden letzten Renntagen ihrer Traumsaison 2000/01 holte Weltmeisterin Sonja Nef auf Melchsee-Frutt zwei weitere Siege: Titel im Riesenslalom, Titel im Slalom -- und dann gings ab in die Ferien. Um 21.50 Uhr hob das Flugzeug ab in Richtung Indischer Ozean.

Während im Riesenslalom mit Nef, Corinne Rey-Bellet (2.) und Lilian Kummer (3.) die drei stärksten Weltcup-Fahrerinnen die Medaillen errangen, gabs im Slalom eine eher überraschende Reihenfolge. Nef verhinderte mit ihrem fünften Meistertitel einen ausländischen Sieg, denn 33 Hundertstel hinter ihr war die tschechische Europacup-Fahrerin Petra Zakurilova Zweitschnellste. Die 22-jährige Osteuropäerin, die schon im Riesenslalom den 4. Platz belegt hatte, entstammt der Rennschule des Schweizer Männer- Chefs Dieter Bartsch im Pitztal.

Da Ausländerinnen nicht medaillenberechtigt sind, ging Silber an Ines Zenhäusern und Bronze an Lilian Kummer, die im Dezember letztmals auf Slalom-Ski gestanden war. «Wenn ich im Riesenslalom ohne Medaille geblieben wäre, hätte es mich ziemlich geärgert», sagte die Europacup-Gesamtsiegerin, «aber mit dieser Slalom- Auszeichnung habe ich nie gerechnet.»

Nach dem ersten Lauf lag Sonja Nef hinter Corina Grünenfelder und Zakurilova erst an dritter Stelle und war etwas verschnupft über die weiche Piste, die das Ausscheiden von Marlies Oester, Karin Roten, Corinne Rey-Bellet und Fränzi Aufdenblatten provoziert hatte. Von den 20 Erstgestarteten blieben zehn auf der Strecke. Im zweiten Lauf erwischte es dann auch noch die Leaderin Corina Grünenfelder.

Im Riesenslalom hatte die Weltmeisterin wie alle andern 120 Fahrerinnen selber mitgeholfen, die Piste durchzutreten, damit überhaupt gestartet werden konnte. Ein Warmwetter-Einbruch mit Temperaturen über zehn Grad hatte den Pisten zugesetzt, und es bedurfte wieder einmal des Know-hows des abtretenden Männer-Chefs Hans Pieren, um die Rennen einigermassen regulär (bis auf den 1. Slalomlauf) über die Bühne zu bringen.

Auch im Riesenslalom machte Sonja Nef erst im zweiten Lauf alles klar, nachdem im ersten der Vorsprung bloss 33 Hundertstel betragen hatte. «Ich wollte nicht ausgerechnet bei den Schweizer Meisterschaften die erste Niederlage beziehen», meinte die Weltmeisterin, die in ihrer Spezialdisziplin im Jahr 2001 ungeschlagen bleibt.

«Ich hoffe, diese Form bis zum nächsten Winter 'einfrieren' zu können», sagte Nef, die nun die Ski für dreieinhalb Monate in den Keller stellt. «Ein solche Pause hat sich im letzten Jahr bewährt. Für mich ist dies die härteste Zeit, da tägliches Konditionstraining auf dem Programm steht. Danach bin ich wieder richtig hungrig aufs Skifahren».

Trotz der schwierigen Bedingungen setzten sich einige Nachwuchsfahrerinnen in Szene. So wurde die 16-jährige Rabea Grand aus Leuk im Slalom mit der Nummer 35 Sechste. Die 17-jährige Tanya Bühler aus Engelberg belegte mit hohen Nummern die Ränge 8 und 10 und ist nun eine aussichtsreiche Kombinationsanwärterin. Karin Hess (17), eine Nichte von Erika Hess, kam im Slalom mit der Nummer 49 auf den 13. Platz und Sandra Gini (19) aus Bivio im Riesenslalom auf den 11. Platz.

(kil/sda)

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